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Der Verein die tierbefreier e.V. hat keine Verbindung zur Animal Liberation Front, übernimmt jedoch seit 20 Jahren die Öffentlichkeitsarbeit für Aktionen, die gegen Gewalt an Tieren durchgeführt werden.

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Direkte Aktionen

Viele Wege können zum Ziel führen. Das Ziel von „die tierbefreier e.V.“ ist ein uneingeschränktes Lebensrecht für alle Tiere und ihre Befreiung von Grausamkeit und menschlicher Willkür. Dafür kämpfen wir wie viele andere Tierrechtsorganisationen seit vielen Jahren. Wir demonstrieren, wir diskutieren, wir sammeln Unterschriften, wir schreiben Briefe an politisch Verantwortliche oder an Redaktionen von Zeitungen.

Öffentlichkeit ist wichtig

Es gibt allerdings Situationen, in denen diese Aktivitäten allein nicht zum Erfolg führen. Insbesondere die Medien interessieren sich kaum für Mahnwachen und Unterschriftensammlungen. Sie verlangen immer nach spektakulären Aktionen, die Voraussetzung sind, damit über das Leiden der Tiere berichtet wird. Öffentlichkeit ist unsere wichtigste Waffe. Nur wenn die Menschen sehen, wie grausam Tiere gequält werden, nur dann kann sich in den Köpfen etwas bewegen, nur dann kann es zu Veränderungen in der Gesellschaft kommen. Deswegen ist es unumgänglich, dass engagierte Menschen hin und wieder über legale Grenzen hinaus Zeichen setzen. Tierrechtlerinnen und Tierrechtler führen regelmäßig auch solche Aktionen des zivilen Ungehorsams durch.

Ziviler Ungehorsam

Alle Aktionen verlaufen absolut gewaltfrei. In der Regel wird versucht, durch Störungen oder Blockaden den Alltag der Tierquälerinnen und Tierquäler zu behindern. So ketteten sich Aktivisten und Aktivistinnen in Modehäusern fest, um den Pelzhandel für einige Stunden zum Stillstand zu bringen oder sie blockierten die Zufahrten von Zuchtfarmen für Versuchstiere, um den Abtransport in die Labore zu unterbrechen. Andere störten Treibjagden, indem sie sich mit dem eigenen Körper zwischen JägerInnen und Tiere stellten oder versuchten, den JägerInnen mit Regenschirmen oder Stofftüchern die Sicht zu nehmen. Auch unangemeldete Demonstrationen sind ein erfolgreiches Mittel, denn nichts fürchten die Firmen, die vom Tierleid profitieren, mehr, als dass sie plötzlich und unvorbereitet Ziel von Protesten werden. So wurden mitten in der Weihnachtszeit Dächer von Pelzgeschäften besetzt und Tierversuchsfirmen erhielten ungebetenen Besuch auf ihren Messen, Aktionärsversammlungen oder Grillfesten.

Die Tiere können nicht warten

Ein im Grundgesetz verankerter Tierschutz soll glaubhaft machen, dass der Schutz der Tiere garantiert ist. Das Gegenteil ist der Fall. Auch das Tierschutzgesetz ist lediglich eine Strategie der Politik, die Ausbeutung und die Ermordung der Tiere zu regeln, nicht aber sie abzuschaffen. Die Tiere jedoch können nicht warten, bis sich diese Einstellung ändert. Für jedes einzelne Individuum in den Laboren, den Pelzfarmen, den Zirkussen oder den Ställen der Massentierhaltung kann jeder Tag der letzte sein. Stunde um Stunde warten sie darauf, dass ihr Leiden beendet wird, sei es durch den Tod oder sei es durch ihre Befreiung. Die Politikerinnen und Politiker interessiert das alles herzlich wenig. Sie haben nur Macht, Geld und Wählerstimmen im Sinn. Wer will es da engagierten Menschen verdenken, wenn sie sich verzweifelt abwenden und den Tieren auf ihre Weise helfen?

Die Tierbefreiungsfront (dt. für Animal Liberation Front)

Der Verein „die tierbefreier e.V.“ berichtet über autonomen Tierrechtsaktionen wie Tierbefreiungen oder Sabotagen. Er verschickt Presseerklärungen an die Medien, damit die Hintergründe und die ethische Motivation zu diesen direkten Aktionen in der Öffentlichkeit bekannt und diskutiert werden. Er unterstützt Tierrechtsaktivistinnen und -aktivisten in gerichtlichen Auseinandersetzungen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Tierrechtlerinnen und Tierrechtler bei ihren Aktionen strikt an die Richtlinien der Tierbefreiungsfront halten.



Die Richtlinien der TBF sind:

1. Die Befreiung von Tieren aus den Stätten, in denen sie gequält werden, z.B. Laboratorien, Tierfabriken, Pelzfarmen etc. Die Tiere müssen in ein gutes Zuhause übergeben werden, wo sie frei von Leiden bis zu ihrem natürlichen Ende leben dürfen .

2. Das Zufügen ökonomischer Schäden für all jene, die von der Not und der Ausbeutung der Tiere profitieren.

3. Das Aufzeigen des Horrors und der Gräueltaten, denen Tiere hinter verschlossen Türen ausgesetzt sind, mit Hilfe von gewaltfreien, direkten Aktionen und Befreiungen.

4. Das Ergreifen aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, damit weder Mensch noch Tier während der Aktionen Schaden nehmen.

Solidarische Notwehr

Autonome Tierrechtlerinnen und Tierrechtler gehen ein hohes persönliches Risiko ein. Nicht selten werden sie kriminalisiert und sogar wie TerroristInnen von den Behörden gejagt. Natürlich üben sie Gewalt aus (sofern man Gewalt gegen Sachen als Gewalt ansieht), wenn sie Schlachterwerkzeug unbrauchbar machen oder Hochsitze umsägen, von denen aus JägerInnen hinterhältig auf wehrlose Tiere schießen. „Doch gibt es nicht einen Unterschied, ob ich die Ausrüstung eines Arztes zerstöre oder die eines Einbrechers?“ Wäre es Terrorismus gewesen, im 19. Jahrhundert die Sklavenschiffe zu zerstören, auf denen Menschen zu Abertausenden aus ihrer afrikanischen Heimat verschleppt und nach Amerika transportiert wurden? Nein. Autonome Aktivistinnen und Aktivisten wenden Gewalt nicht um der Gewalt willen an, sondern ausschließlich, um Leiden zu verhindern. In Notwehr-Situationen kann Gewaltanwendung ein legitimes Mittel sein. Tiere können sich nicht selbst wehren. Sie sind der Willkür des Menschen oft schutzlos ausgeliefert. Somit sind Aktionen der Tierbefreiungsfront als Akte solidarischer Notwehr zu verstehen.

Rechtshilfe:
Rechtsanwalt Loukidis
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE49 4306 0967 4090 1516 00
BIC : GENODEM1GLS

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