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Zum Welt-Vegan-Tag

Ignoranz tötet – Veganismus rettet!
Warum Veganismus ein wichtiges Element im Kampf für die Befreiung der Tiere ist

Verachtet, geschlachtet und vergessen - über den Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft

"... und sie strampeln um ihr Leben"
Das Motiv des Schlachtens in der Literatur aus der 'Tierbefreiung 51'

Werde Vegan! – die veganen Seiten der tierbefreier mit vielen Infos und Hintergründen zum Veganismus



Das Leiden der Hühner - über die Haltung von Hühnern, das tierqualprodukt Ei und die Aktionen der tierbefreier



Grausam, unnötig, unerträglich
„Willkommen im Schlachthof – Treten Sie doch ein“ aus Tierbefreiung 45



Bücher zum Veganismus:



Vegane Ernährung von Dr. Gill Langley oder: Vegan von Kath Clements: Der Klassiker zur veganen Ernährung im tierbefreier Shop





Veganismus bedeutet, „soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll“ - so die britische "Vegan Society". 1944 gründete Donald Watson die Veganen Gesellschaft. Seit 1994 findet, anlässlich des Jahrestags der Gründung, der Weltvegantag statt.

Donald Watson - der Mann, der alle Kritiker überzeugte

Der Sohn eines Schulleiters wurde 1910 in der Bergbau-Gemeinde Mexborough (Süd Yorkshire) geboren – in eine Umgebung in der Vegetarismus und erst recht Veganismus unbekannt waren. Donalds Eltern jedoch erzogen ihre drei Kinder liberal. Sie ermutigten sie, ihren eigenen Lebensweg zu finden und ermöglichten es Donald, eigene Ideen zu entwickeln, die stets herausfordernd als auch kontrovers waren. Er schätzte seine Eltern sehr und zeigte sich oft dankbar für ihre Weisheit, seine Philosophie zu akzeptieren, selbst wenn sie sie nicht verstanden.


Als ein einfühlsamer junger Mann reagierte Donald auf die Härte und Brutalität der Industrie- und Landwirtschafts-Gesellschaft, in der er Anfang des letzten Jahrhunderts aufwuchs. Trotzdem entwickelte er eine große Ehrfurcht und detailliertes Wissen über das Landleben. Er war ein scharfsinniger Beobachter der Natur, was ihm im weiteren Verlauf seines Lebens die Inspiration gab, um den Status der Menschheit in der Natur zu hinterfragen, ebenso wie die Beziehung des Menschen zu anderen Spezies.

Im Alter von 14 Jahren wurde Donald Vegetarier, obwohl er niemanden kannte, der sich ebenso ernährte. Als ein selbstkritischer Freidenker reagierte er grundsätzlich auf seine inneren Überzeugungen, ohne die persönlichen Nachteile und Schwierigkeiten zu beachten, die diese mit sich bringen würden. Er war ein ruhiger, willensstarker Perfektionist, ein enthaltsamer Mann – Anti-Alkoholiker und Nichtraucher – der jeden Kontakt mit Nahrungsmitteln oder Substanzen vermied, die er als „Giftstoffe“ ausgemacht hatte. Es war nicht seine Art, andere Menschen zu kritisieren. Er empfand es nie so, dass seine Art zu leben von ihm persönliche Opfer forderte, vielmehr suchte er gerne nach neuen Wegen, um Risiken seiner Lebensweise zu minimieren. Mit 15 ging Donald von der Schule in eine Lehre als Schreiner in einem Familienbetrieb. Sein Leben lang arbeitete er gerne mit Holz. Mit 20 wurde er ein Lehrer auf diesem Gebiet und unterrichtete in Leicester, wo er auch eine Rolle in der Vegetarischen Gesellschaft der Stadt spielte. Später zog er nach Keswick, wo er bis kurz vor seinem Tod seinen Leidenschaften Bergwandern und Bio-Gartenbau nachgehen konnte.

Nach seinem frühen Wandel zum Vegetarier, erkannte er später, dass eine Abkehr von allen tierlichen Produkten die logische Erweiterung seiner Lebensphilosophie war. Als überzeugter Pazifist verweigerte er den Dienst im Krieg und sah sich den schwersten Herausforderungen seiner ethischen Position gegenüber. Das war die Zeit, in der es notwenig wurde, ein Wort zu finden, dass seine Art zu leben erklärte. Zusammen mit seiner Frau Dorothy entschied er sich für das Wort „vegan“, indem er einfach die ersten drei und die letzten beiden Buchstaben von „vegetarian“ zusammenfügte – „weil Veganismus mit Vegetarismus beginnt und diesen zu einem logischen Schluss fortführt.“ Die Vegane Gesellschaft wurde 1944 gegründet. Donald leitete sie zwei Jahre lang allein, schrieb und kopierte den Newsletter und antwortete auf eine ständig steigende Zahl von Anfragen. Die weltweite vegane Bewegung, die heute existiert und in der immer häufiger das Wort „vegan“ auf Verpackungen und in Restaurant-Menüs auftaucht, basiert auf diesen frühen Anstrengungen von Donald Watson vor über 60 Jahren.

Donald arbeitete und lehrte weitere 23 Jahre in Keswick; engagierte sich zusätzlich in der Vegetarischen Gesellschaft von Cumbria, mit der er für seine Sache in seiner Heimat-Gemeinde stritt, etwa durch das Schreiben von Leserbriefen. Er genoss gemeinsam mit seiner Familie das Leben in den Bergen. Mehrere Jahre nach seiner Pensionierung arbeitete er als Bergführer. Weitere Freizeitaktivitäten waren Fahrrad fahren, Fotografieren und Geige spielen. Auch für politische Entwicklungen hatte Donald stets ein Auge, ohne jedoch eine bestimmte Partei ausdrücklich zu unterstützen.

Niemals forderte er Anerkennung für seine frühen Arbeiten während der Gründung der Veganen Gesellschaft, im Gegenteil scheute er das Scheinwerferlicht. Wichtig war ihm nur, dass seine Vision eines menschlichen Lebens mit mehr Mitgefühl, als Teil der Natur, Wurzeln schlagen und gedeihen solle. Er befasste sich auch damit, seine Kritiker, die behaupteten, er könne mit der von ihm angepriesenen Ernährung nicht überleben, vom Gegenteil zu überzeugen; dass er nicht nur überleben konnte, sondern sogar gut überleben konnte, ohne die Notwendigkeit von Arztbesuchen bis in die letzten Tage seines Lebens. In den letzten zehn Jahren bestieg er viele der höchsten Gipfel des englischen Nationalparks Peak District. Sein Haus und seinen Garten in Keswick betrachtete er als kleines Stück des Himmels. Dort starb er friedlich im Kreise seiner Familie am 16. November 2005. (vr)

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