Demonstration, Ankettung und Blockade bei ESCADA
Aktion des zivilen Ungehorsams in Wien
Am 21. Dezember 07 haben sich zwei Aktivisten an der Einganstüre von ESCADA im Ersten Bezirk von Wien angekettet. Die Aktion fand im Rahmen der Escada-Kampagne, organisiert vom Global Network Against the Fur Industry, statt und war eine Aktion der Basisgruppe Tierrechte und von die tierbefreier e.V. Sie richtete sich gegen den Pelzverkauf bei ESCADA.
"Über eine Stunde versuchten Polizist_inen mit unterschiedlichen Mitteln (Bolzenschneider, Trennscheibe/Flex, ...) vergeblich, die massiven Bügelschlösser, mit denen sich die Aktivist_innen fixiert hatten, zu öffnen. Nach beinahe eineinhalb Stunden gelang dies schließlich und die Aktivist_innen wurden unter Solidaritätsrufen der zahlreich anwesenden Passant_innen und Schaulustigen von der Polizei abtransportiert. Die beiden friedlichen Demonstrant_innen wurden recht unsanft jeweils von mehreren Beamt_innen zur nächsten Wache getragen, wo sie nach Personalienfeststellung noch festgehalten wurden, schließlich aber doch gehen durften.", so die BAT auf ihrer Webseite
Pressemitteilung vom 21.12.2007
Tierrechtskampagne gegen Pelzverkauf bei Escada
Derzeit: Demonstration, Ankettung und Blockade bei ESCADA am Graben
Wegen ihres Pelzverkaufs ist die ESCADA AG seit Oktober 2007 Ziel einer internationalen Tier-rechtskampagne. Weltweit gab es seitdem mehr als 100 Demonstrationen vor ESCADA Filialen, so auch in Wien.
In einer Gemeinschaftsaktion der Wiener BAT (Basisgruppe Tierrechte) und von die tierbefreier e.V. haben sich seit 14 Uhr nun zwei Tierrechtler mit Bügelschlössern um den Hals an die Eingangstüren von ESCADA in der Wiener Innenstadt (Graben 26) gekettet, während gleichzeitig vor der Filiale eine Demonstration mit Megaphon, Transparenten, Trillerpfeifen, rot beschrifte-tem Pelz etc. stattfindet. Die Ankettung und Blockade wird nicht freiwillig aufgelöst.
Mit dieser Aktion des zivilen Ungehorsams soll ein deutliches Zeichen gegen die Tierquälerei und das Leid, für das Escada verantwortlich ist, gesetzt werden. Pelz bedeutet immer Leiden, Qual und Tod!
Weltweit werden viele Millionen Tiere wie Füchse, Nerze, Waschbären, Iltisse … auf engstem Raum eingesperrt und am Ende ihres qualvollen Lebens per Gas, Stromschlag oder Genickbruch ihres Fells wegen umgebracht. Während die Tiere in Freiheit oft quadratkilometergroße Reviere als Einzelgän-ger durchstreifen, werden sie auf Farmen zu Zehntausenden in winzigen Drahtgitterkäfigen mehrere Tiere pro Käfig gefangen gehalten. Sie entwickeln schwere psychische Störungen bis hin zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung. Tiere, die nicht auf Farmen umgebracht werden, sterben in Fallen oder werden erschossen.
Während Modeunternehmen wie beispielsweise Peek&Cloppenburg, C&A und Gerry Weber in den letzten Jahren aus dem Geschäft mit Pelz vollständig ausgestiegen sind, hält ESCADA nach wie vor an ihrer tierquälerischen Unternehmenspolitik fest. Die Proteste gegen den Escada Konzern und seine Marken wie BiBA, apriori, cavita und Laurèl werden weitergehen bis der Konzern seinen Rückzug aus dem tierausbeuterischen Pelzgeschäft bekanntgibt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.basisgruppe-tierrechte.org, www.tierbefreier.de/pelz sowie www.escada-campaign.org.
Wien, 21.12.2007
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