Heute, Samstag, 19.03., gab es in Essen, Mannheim, Karlsruhe und Heidelberg Protestaktionen des Vereins die tierbefreier e.V. gegen die Ausbeutung von sogenannten Legehennen. Es wurden viele tote Küken und ausgezehrte Hennen aus einer Legebatterie in den Fußgängerzonen ausgelegt. In Dresden wird diese Art von Aktion nächste Woche ebenfalls durchgeführt.

Auf Stellwänden, Transparenten, Flugblättern und Infoständen informierten die tierbefreier e.V. über die verschiedenen Stadien der „Eierproduktion“ und dem dadurch verursachten Leid der Hühner. Über eine vegane, also konsequent vegetarische, Lebensweise wurde ebenfalls informiert, um zu zeigen, wie einfach eine Lebensweise ohne Pro­dukte, die auf Tierquälerei basieren, ist. Bereits letztes Jahr fand diese Art von Protesten kurz vor Ostern in mehreren deutschen Städten statt.

Zu Ostern werden traditioneller Weise besonders viele Eier konsumiert. Die Eier werden gefärbt oder bemalt, die Eischalen werden als Osterschmuck genutzt. Dass das „Produkt“ Ei jedoch nur unter Qualen „produziert“ wird und mit Gewalt und Tod einhergeht, steht dem als friedlich und besinnlich angesehenen Osterfest diametral entgegen.

Die ausgelegten Hennen stammen aus Mülltonnen einer Legebatterie und haben die Qualen der Käfighal­tung nicht überlebt. Die Küken stammen aus den Mülltonnen einer Brüterei. Für sie war das Todesurteil ihr männliches Geschlecht. Da die Eierindustrie – egal, ob für Käfig-, Boden- oder Freilandhaltung – nur weibliche Küken „verwerten“ kann, werden die männlichen direkt nach dem Schlüpfen getötet und weggeworfen. Aus Kostengründen werden sie auch manch­mal direkt lebend in die Mülltonnen geworfen. Bei der Brüterei, aus der die toten Küken be­sorgt wurden, befanden sich in den Mülltonnen mit den toten Küken auch noch viele lebende. Aus den Massen der Kükenlei­chen in den großen Tonnen piepste es regelmäßig. Die Küken konnten jedoch nicht mehr gerettet werden.

Essen, 19.03.05 / zum vergrößern anklicken

Heidelberg, 19.03.05 / zum vergrößern anklicken

Mannheim, 19.03.05 / zum vergrößern anklicken

Karlsruhe, 19.03.05 / zum vergrößern anklicken

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