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„Pelztier“farmen mit ihren langgezogenen, offenen Schuppen sind Augiasställe, wo Nerze, Iltisse und Füchse, die in freier Wildbahn ein Revier von 10-20 km² mit ständigem Zugang zum Wasser bestreifen, in Kleinstkäfigen vor sich hinvegetieren. Noch nicht einmal 0,3 m² Fläche hat ein Nerz zur Verfügung, und dieser besteht aus Draht, beim Fuchs sind es mal gerade 1 m². Die Tiere leiden extrem unter Verhaltensstörungen, sie verletzen sich an den Drahtgestängen, sie fressen sich und ihre Artgenossen in den Nachbarkäfigen teilweise selbst auf, Kannibalismus ist in der Käfighaltung gang und gäbe, Normalzustand sozusagen. Das Futter wird den Tieren auf den Käfig geklatscht, das Wasser rinnt durch Schläuche in Gefäße, die auch schon mal zufrieren. Beschäftigungsmaterial in den Käfigen gibt es nicht.
Chinchillas können nur in Gebäuden gehalten werden, aber dort auch in Kleinstkäfigen von 40 cm² Grundfläche. Sie haben wenigstens noch ein Sandbad, welches ihnen am Tag für kurze Zeit zur Verfügung gestellt wird.
Die Tiere leben gerade mal ca. 7 - 9 Monate, dann werden sie „gepelzt“ oder auch „geerntet“, wie es in der Züchtersprache oft heißt.
Die Ermordung
Während die Zuchttiere weiter in ihren Käfigen vegetieren müssen, werden die zur „Fellernte“ vorgesehenen Tiere auf Teils abenteuerliche Art kurz vor Weihnachten ermordet. Mit brutaler Gewalt werden die Tiere aus ihren Käfigen gezerrt. Nerze werden meistens vergast, indem man sie mit mehreren Artgenossen zusammen in eine Kiste wirft, in die dann Kohlenmonoxid eingeleitet wird. Es dauert lange, bis der Tod eintritt.
Füchse werden per Elektroschock ermordet. Die Elektroden werden ihnen mit Zwang und Gewalt in Mund und After gesteckt. Selbstredend, dass die Artgenossen, die „auch noch dran sind“, diese Qual sehen und damit vor ihrer eigenen Ermordung miterleben, dutzendfach.
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