Pressemitteilung 04.07.2006
„Brunos Rache“
Anschläge auf Hochsitze, jagdliche Einrichtungen und ein Jagdgeschäft in verschiedenen Teilen Deutschlands „Solidarität mit Bruno“
Beim Hamburger Verein die tierbefreier e.V. gingen in den letzten Tagen Schreiben und Berichte von Gruppen ein, in denen sich zu Anschlägen auf jagdliche Einrichtungen bekannt wird. So hat die ALF/TBF Gruppe „Die rächenden Brunos“ in der Nacht zum 27.06. „in einem kleinen wäldchen bei velber bei hannover etwa ein dutzend hochsitze teilweise bis ganz zerstört“. Die ALF/TBF Gruppe „Die Bärchen“ hat unter dem Motto Gewehre zu Sägen - Bären und andere Tiere willkommen in der Freiheit „große waldflächen von jagdlichen einrichtungen befreit“ Ort und Datum dieser Maßnahme wurden in dem Schreiben nicht erwähnt. In Datteln im Kreis Recklinghausen wurde in der Nacht zum 30.06. ein Jagdgeschäft „Zielscheibe mehrerer Farbbomben und der Parole Bruno strikes Back #1“.
Die ALF/TBF (Animal Liberation Front / Tierbefreiungsfront) ist eine weltweit tätige Gruppierung, die mit Tierbefreiungen, wirtschaftlicher Sabotage und Sachbeschädigungen gegen Tierausbeutung angeht. In Deutschland werden solche oder ähnliche Aktionen gegen die Jagd bereits seit vielen Jahren durchgeführt. Schon in den 80er Jahren berichteten Gruppen davon, dass sie Hochsitze mit handelsüblichen Bügelsägen gezielt zerstört haben. Die Hochsitze werden dabei grundsätzlich umgesägt und nicht angesägt.
Jagd bedeutet immer Gewalt gegen fühlende Lebewesen, ob bei Gesellschaftsjagden oder alleine auf dem Ansitz. Die rund 300.000 Jäger in Deutschland töten jedes Jahr mehr als sechs Millionen Tiere. Die oben genannten Aktionen wurden, wie es in den Schreiben heißt, aus Solidarität mit dem in Bayern erschossenen Braunbären Bruno durchgeführt. Die Schreiben sind der Presserklärung beigefügt.
Der Verein die tierbefreier e.V. beteiligt sich nicht an illegalen Aktivitäten, übernimmt jedoch seit 20 Jahren die Öffentlichkeitsarbeit für Aktionen, die gegen Gewalt an Tieren durchgeführt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tierbefreier.de und www.tierbefreier.de/alf
Schreiben zu Velber bei Hannover:
„bekennerschreiben
wir die rächenden brunos haben vom in der nacht zum 27.07.06 in einem kleinen wäldchen bei velber bei hannover etwa ein dutzend hochsitze teilweise bis ganz zerstört.
wir zeigen uns hier solidarisch mit dem getöteten braunbär bruno. nirgendwo sollen nichtmenschliche tiere von jägern aus speziesistischen gründen getötet werden.
kein vergeben kein vergessen
tbf“
Schreiben Gewehre zu Sägen:
„Gewehre zu Sägen
braunbär bruno wurde aus dem hinterhalt erschossen.
wir sind traurig und wir haben wut. schluss mit jagd, schluss mit tierausbeutung. freiheit, auch für braunbären.
wir haben große waldflächen von jagdlichen einrichtungen befreit und werden diese ruhezonen verteidigen.
bären und andere tiere willkommen in der freiheit.
wo verbale argumente auf taube ohren stoßen, müssen direkte argumente greifen.
gewehre zu sägen!
für alle tiere.
ALF (die bärchen)“
Bericht aus Datteln:
„Datteln: Es gibt kein ruhiges Hinterland
Datteln (Kreis Recklinghausen, NRW). In der ca. 40.000 EinwohnerInnen Stadt Datteln kam es in der Nacht zum 30 Juni zu einem Angriff auf den Jagdbedarfs Laden Sabinger in der Dattelner Innenstadt. Der Laden welcher mit Waffen, Munition und sonstigem Material handelt, was das JägerInnen Herz begehrt wurde Zielscheibe mehrerer Farbbomben und der Parole (Bruno strikes Back #1).
Die AktivistenInn wollten anscheinend mit dieser Aktion gegen die herrschenden Zustände der Jagd und der allgemeinen Morde an Tieren protestieren. Der Tägliche Mord an Tieren sowie Unterdrückung und Ausbeutung fand am 26.Juni einen erneuten Höhepunkt als der Braunbär "Bruno" von JägerInnen erschossen wurde. Dieser Mord zeigt einmal mehr das vielmehr getan werden muss, um Tiere vor wild rumlaufenden Menschen die scheinbar noch in der Steinzeit leben, zu schützen, dass heißt auch die Mittel anzugreifen, die sich diese zu nutzen machen um zu quälen und zu töten!
Auch wenn der Tatort und der Schauplatz der Aktion 100te von Kilometern entfernt liegen, heißt es nicht dass die Menschen in Datteln anders gehandelt hätten, wäre der Bär hier aufgetaucht! Außerdem geht es auch darum klare Zeichen gegen den Mord und die Ausbeutung zu Zeigen hier und überall!
Wir solidarisieren uns mit den AktivistenInnnen!
Für ein Herrschaftsfreies Leben!
Kampf dem Patriarchat und der Ausbeutung von Mensch und Tier!
Für die Anarchie!
Be the Voice of the Voiceless!”
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