Du befindest dich unter 'Pressemitteilung' |
Startseite



die tierbefreier:
wer wir sind und für was wir kämpfen:

Selbstverständnis + Projekte

'Tierbefreiung'

20 Jahre 'die tierbefreier'

Gegenwart und Zukunft des Vereins







Update 5.11.2007:
Bekennerschreiben zur Nerzbefreiung in Grabow bei Burg erhalten
Pressemitteilung lesen


Pressemitteilung
02. November 2007

Informationen zur Nerzbefreiung in Grabow bei Burg,
Fotos erhalten

Der Verein die tierbefreier e.V. erhielt zu Beginn der Woche eine Nachricht mit nächtlich angefertigten Bildern von Käfigen mit Nerzen auf der Nerzfarm Bärwinkel bei Grabow.  Eines der Bilder zeigt auch die dunklen Umrisse einer Person, die einen Zaun überklettert, vermutlich den Zaun der Farm. Zusammen mit den Aufnahmen gab es einen Text, der auf die Nerzbefreiung, die dort in der Nacht zum 26.10. stattgefunden hat, hinweist und der die Bilder als hochaktuell bezeichnet. Vermutlich wurden sie kurz vor der Befreiung angefertigt.

Bei der Aktion erlangten mehr als 10.000 Tiere die Freiheit. Tiere, die ihr Leben lang zu mehreren in winzigen Drahtgitterkäfigen leben mussten und die in Kürze auf der Farm vergast und zu Pelz verarbeitet worden wären. Während freilebende Nerze als Einzelgänger leben und quadratkilometergroße Reviere durchstreifen, werden sie in ihrer engen Käfighaft physisch und psychisch krank, sie drehen unentwegt immer und immer wieder die gleichen Schleifen in ihren Käfigen und fügen sich gegenseitig Bissverletzungen insbesondere an den Schwänzen zu. Reißerische Berichte sprechen davon, dass die Nerze jetzt wegen falsch verstandener Tierliebe verhungern müssten oder überfahren würden. Offensichtlich sind diese Berichterstatter nicht in der Lage zu erkennen, worum es hier eigentlich geht: Auf einer Nerzfarm werden die Nerze (quälerisch) gehalten, um sie allesamt im November und Dezember umzubringen. Hätten die Aktivisten die Tiere nicht befreit, wären sie in Kürze alle tot und zwar absichtlich getötet worden, um den Geldbeutel des Farmers zu füllen. Eine geringe Anzahl an Tieren wird auf einer Farm noch für die nächste „Saison“ zum Züchten verwendet und wird dann ebenfalls getötet.
 
Nach der Befreiung wird ein vermutlich zweistelliger  Prozentsatz der Tiere überleben, d.h. es werden ein- bis mehrere tausend Nerze ein Leben in Freiheit leben. Offensichtlich sind die Lebensbedingungen in der betroffenen Region gut geeignet, um den Nerzen ein Überleben zu ermöglichen. Von Naturschützern wird beanstandet, die (amerikanischen) Nerze aus den Farmen würden den europäischen Nerz langfristig verdrängen. Es geht hier jedoch um das Leben von Individuen und nicht einer Art. Jedes Tier möchte leben, in Freiheit, frei von Schmerz und Gefangenschaft. Gegen dieses Grundrecht wird auf Nerzfarmen (und nicht nur da) eklatant verstoßen. Wenn durch die Befreiung nun eine Art besser überlebt als eine andere, die sich möglicherweise langfristig nicht mehr so gut vermehren kann, ist dies eine Artenfrage und keine Individuenfrage. Eine Art verspürt keinen Schmerz, Individuen sehr wohl. Dass sich gerade auch noch Jäger angeblich Sorgen um Hasen und Vögel machen, darf wohl eher als Ironie, wenn nicht gar als Sarkasmus verstanden werden. Niemand bringt so viele Vögel und Hasen um, wie die Jäger selbst. Tierausbeuter scheinen in der Gegend so massig vertreten zu sein, dass selbst die Farmer und deren Gehilfen, die die Nerze wieder einfangen wollten, einer Wildschweinjagd in die Quere gekommen sind. Die Nerztöter behindern die Wildschweintöter und umgekehrt.

Abgesehen davon ernährt sich der als besonders schützenswert angesehene europäische Nerz von den gleichen Beutetieren wie der amerikanische. Die Angst um die Hasen (die in ausgewachse-nem Zustand sowieso nicht zum Beuteschema des Nerzes gehören) und Vögel dürfte somit wohl eher als geheuchelt  angesehen werden.
 
Neben der Tatsache, dass tausenden Tieren ein Leben in Freiheit ermöglicht wurde und dies vielen auch gelingen wird, ist ein weiterer positiver Nebeneffekt der Aktion, dass dem Farmer Medienberichten zufolge mehr als eine Million Euro Schaden entstand. Dieses Geld, das auf dem Rücken der Tiere erwirtschaftet worden wäre, steht dem Kreislauf aus Leid und Tod nun nicht mehr zur Verfügung. Sollte es von einer Versicherung übernommen werden, so haben solche Aktionen trotzdem den langfristigen Effekt, dass Versicherungsprämien für Farmer zukünftig angehoben werden. Und solche Aktionen finden weltweit regelmäßig statt. Allein in Deutschland fanden in den letzten zehn Jahren fünf Befreiungen im größeren Stil, d.h. mit mehr als 1000 Tieren statt. Weltweit geschehen solche Aktionen mehr oder weniger wöchentlich, insbesondere in Ländern, in denen es noch mehr solcher Farmen als in Deutschland gibt.
 
In der Regel führen solche Aktionen Gruppen durch, die sich die Bezeichnung ALF oder in Deutschland TBF (Animal Liberation Front bzw. Tierbefreiungsfront) geben. Nach eigenen Angaben zielen die Aktionen dieser Gruppen darauf ab, Tiere direkt zu befreien und / oder Tierausbeutern durch wirtschaftliche Sabotage einen größtmöglichen Schaden zuzufügen.
Alfons Grosser, überzeugter Tierausbeuter und Vorsitzender des in Hannover ansässigen Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter e.V., ist letzten Informationen zufolge einer der Besitzer der Farm Bärwinkel. Er besitzt mehrere Nerzfarmen in West- und Ost-Deutschland. Zuletzt wurden auf seiner Farm in Melle bei Osnabrück Ende Januar 700 kurzfristig leerstehende Nerzkäfige von der ALF zerstört (siehe auch http://www.tierbefreier.de/presse/07/020207_melle.html).

Der Verein die tierbefreier e.V. hat keine Verbindung zur Animal Liberation Front, übernimmt jedoch seit 20 Jahren die Öffentlichkeitsarbeit für Aktionen, die gegen Gewalt an Tieren durchgeführt werden.
 
Weitere Informationen unter: www.die-tierbefreier.de





















nach oben

[Befreite Tiere] [Offensive gg.d. Pelzindustrie] [Free Animal] [tierbefreiung]