Durchstarten - Gründung und Organisation einer Tierrechtsgruppe
Was wollen wir eigentlich machen?
Je mehr Leute sich einer neuen Tierrechtsgruppe anschließen, umso schwieriger wird eine Schwerpunkt-Findung bei der aktiven Arbeit. Viele Leute haben viele Meinungen. Einige wollen große Demos organisieren, andere lieber durch Vorträge an der Uni theoretische Grundlagen vermitteln. Manche wollen vielleicht Bürgermeister oder Landrat mit einer Unterschriftenliste von der Schließung des örtlichen Tierversuchslabors überzeugen, während andere auf der Suche nach MitstreiterInnen sind, um in dieses Labor einzubrechen und die Tiere zu befreien. Wieder andere wollen vielleicht gar nichts gegen Tierversuche unternehmen, weil sie denken, dass die Verbreitung des Veganismus’ in der Bevölkerung der einzige Weg zum Ziel ist und sich deshalb darauf konzentrieren wollen. Meinungsverschiedenheiten sind aber natürlich kein Nachteil, solange sich die Gruppenmitglieder Toleranz gegenüber anderen Meinungen zeigen. Jetzt gilt es, Struktur in die Sache zu bringen. Optimalerweise werden Verantwortungsbereiche auf einzelne Personen übertragen. Sonst besteht die Gefahr, dass am Ende alles von einem oder zwei Menschen organisiert und bestimmt wird. Sie fühlen sich dann überlastet oder nicht ausreichend unterstützt, während die anderen sich entweder nicht eingebunden fühlen und kaum noch Engagement zeigen, „weil es ja eh immer dieselben machen“. Ergebnis ist dann Frustration auf allen Seiten. Allerdings, und das kann Kevin, ein langjähriger Aktivist, der an der Gründung von fünf Gruppen beteiligt war, bestätigen, „kann nie verhindert werden, dass es Menschen gibt, die mehr machen als andere. Egal ob eine Gruppe nun basisdemokratisch organisiert ist, oder ob es ein Verein mit Vorsitzenden etc. ist.“
Im Folgenden findet ihr eine Liste mit Aufgabenbereichen, für die ihr in eurer Gruppe zuständige Leute finden solltet. Diese Leute organisieren die entsprechenden Aktivitäten und rekrutieren sich HelferInnen aus der
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