Briefe von Tierrechtsgefangenen: Heather Nicholson
Liebe Freunde,
mir geht es gut hier drin. Das Essen ist okay und ich habe meine eigene Zelle mit Fernseher. Ganz wunderbar ist, dass ich viel Unterstützung von anderen Gefangenen und auch dem Gefängnispersonal bekomme. Fünf Tage pro Woche bin ich in der Sporthalle, also sollte ich super fit sein, wenn ich wieder raus komme. Manchmal bekomme ich 50-100 Briefe in einer Woche. Das bedeutet mir so viel. Ich habe ein Foto mit zwei Fuchswelpen. Wenn ich es mir anschaue, bin ich stolz darauf, hier zu sein, weil ich mich für sie eingesetzt habe.
Es scheint so, dass je erfolgreicher wir sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass wir für Kleinigkeiten eingesperrt werden. Ich bin von der Polizei etc. total verarscht worden. Sie haben das Gesetz und den ganzen Fall manipuliert, um mich so lange wie möglich wegsperren zu können.
Womöglich werde ich beinahe ein Jahr eingesperrt sein, nur weil ich einem aggressiven Fuchsjäger die Stirn geboten habe. Er war gewalttätig zu mir, obwohl ich es nicht ihm gegenüber war. Wie oft haben wir schon so etwas gehört? Dennoch werde ich nicht jammern oder schimpfen über diese Ungerechtigkeit. Ganz egal, was sie uns in den Weg werfen, wir gewinnen immer. Das haben wir immer wieder bewiesen. Das einzige, was ich weiß, ist, dass ich physisch und mental stärker als je zuvor sein werde, wenn ich hier heraus komme. Was mich hier drin wirklich glücklich macht ist, wenn ich von den vielen Demos und Aktionen höre, die alle da draußen für Tiere machen. HLS hat mehr Ärger als je zuvor.
Ich bin jetzt seit über 10 Jahren in der Tierrechtsbewegung und ich bin wütender und entschlossender als je zuvor. Jeder einzelne von euch, der seinen Teil beiträgt, hat meinen höchsten Respekt, meine Liebe und Bewunderung.
Wir geben niemals auf und wir gewinnen immer!
Liebe und Befreiung,
Heather
Heather wurde am 11. August 2006 aus der Haft entlassen.