Über die Verführbarkeit der Massen zu Schlächtern der Tiere

Eine Analyse zur WirkMacht der Werbung von Tina Möller


„Was wir über unsere Gesellschaft wissen, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien. Das gilt nicht nur für unsere Kenntnis der Gesellschaft und der Geschichte, sondern auch für unsere Kenntnis der Natur.“

An diese Feststellung des Soziologen Niklas Luhmann anknüpfend widmet sich der folgende Artikel der Frage, ob und wie Werbung als ein sehr zentrales Element der Massenmedien die gesellschaftlich verbreitete Vorstellung von (nichtmenschlichen) Tieren prägt. Im Fokus sind dabei jene Tiere, deren Fleisch, Milch und andere aus ihren Körpern produzierten Waren vermarktet werden. Anhand von Beispielen gängiger Werbung für Fleisch- und Milchprodukte geht es darum, welche ‚Wirklichkeit’, welche Normalität von tierlicher Präsenz in der Werbung dargestellt wird. Welche Bilder ihrer Lebensweise und ihres Wesens werden produziert? Und – was in diesem Zusammenhang wohl noch wichtiger erscheint – welche Wirklichkeiten und Hintergründe werden dabei systematisch ausgeblendet? Und nicht zuletzt: Welchen Einfluss hat dies auf das routinierte menschliche Denken und Handeln und damit auch auf die Existenz der (sog. Nutz-) Tiere, die als unhinterfragt beherrschte Individuen den gesellschaftlichen Praktiken ausgeliefert sind?


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