„Alles kam mir vor wie ein Traum“

Nachdem am 21. Mai 2008 zehn in Österreich wohnende TierrechtlerInnen für 15 Wochen inhaftiert wurden, sind sie am 2. September endlich wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die TIERBEFREIUNG führte ein Interview mit Kevin und Jan durch, zwei der Gefangenen.

FRAGE: Wie haben denn Eure Hunde auf das Wiedersehen reagiert?
JAN: Haha, wir haben uns beide total gefreut!
KEVIN: Ich hab ihn erst ne Woche nach meiner Freilassung wieder gesehen, da er bei einer Freundin in Deutschland war. Er hat sich sehr gefreut.

FRAGE: Und was habt Ihr als erstes getan, nachdem Ihr wieder draußen wart? Hattet Ihr Schwierigkeiten dabei, in Euer „normales“ Leben zurückzufinden?
JAN: Als erstes sind wir zu FreundInnen in die WG und haben uns dort alle (inklusive Hunde) wieder getroffen, was echt rührend war. Am Abend dann Party! Ganz in meinem „normalen“ Leben bin ich noch immer nicht angekommen, vieles fällt mir noch etwas schwer bzw. manchmal überfordern mich schon Kleinigkeiten, aber im Großen und Ganzen passt es schon.
KEVIN: Ich war erstmal auf derselben Party und habe unsere Freilassung mit FreundInnen gefeiert. Die ganzen ersten Tage war die Situation total irreal. Alles kam mir vor wie ein Traum und ich habe mich immer wieder zwicken lassen, weil ich Angst hatte, dass ich aufwache und wieder auf die Gitter vor meinem Fenster starre... Mir ist zwar recht schnell bewusst geworden, dass es wohl wirklich kein Traum ist, aber bis heute ist mein Leben noch immer nicht vergleichbar mit dem vor dem Knast. Die brutale Verhaftung, der Knast und die unglaublich massive Überwachung, die mir erst nach der Freilassung richtig bewusst geworden ist, haben ihre Spuren hinterlassen. Aber auch wenn es mich zutiefst schockt, was in unserem Fall alles passiert ist, hat es mich zu keinem Zeitpunkt daran zweifeln lassen, mich weiter für Tiere einzusetzen.

FRAGE: Was waren für Euch die prägendsten Momente und Erfahrungen während der Haft?
JAN: Momente der Erfahrung gab es eher wenige, die meisten Erfahrungen waren schleichend lange. Am ehesten noch der Moment der Verhaftung, das Gefühl, wie es war, als vermummte und bewaffnete Cops die Türe eintraten und mich mit einer Pistole bedrohten. Dann noch die „Haftverhandlungen“, die in aller Absurdität gezeigt haben, dass es viel weniger darauf ankommt, dass Deine „Schuld“ im juristischen Sinn bewiesen wird, sondern vielmehr, welche Gesinnung Du hast.
KEVIN: Auch für mich war der prägendste Moment sicher die Verhaftung. Plötzlich und unerwartet aus dem Schlaf gerissen zu werden, durch vermummte Cops mit gezogenen Pistolen, ist eine Situation, die mich auch heute noch verfolgt. Aber genau darum ging es ja auch dabei – sie wollten einschüchtern und traumatisieren. Sehr prägend fand ich dann, zu verstehen, wie Knast funktioniert, wie willkürlich alles ist, wie dort mit Menschen umgegangen wird und wie privilegiert ich am Ende doch war, dadurch dass ich eine weiße Hautfarbe hatte und fließend deutsch sprach. Es gab aber auch eine Menge sehr toller Momente, die ich ein Leben lang nie vergessen werde, so, die erste Großdemo, die auch in meiner Zelle wahnsinnig laut zu hören war, und einige der Überraschungsbesuche von guten FreundInnen, die extra angereist sind, um mich zu besuchen.
JAN: Ja, die erste Demo, die ich gehört habe, ist eine superschöne Erinnerung - genauso wie einige Besuche, besonders der erste! Was als prägendstes Gefühl aus der Haft hängen geblieben ist, ist die totale Entmündigung.

„Aber genau darum
ging es – sie wollten
einschüchtern und
traumatisieren.

FRAGE: Was waren wirklich schlimme Momente während der Haftzeit?
KEVIN: Am schlimmsten waren für mich die ersten Tage, in denen ich mich nicht auskannte, den verrückten Bürokratie-Apparat mit seinen Anträgen und Formularen noch nicht durchschaut hatte und zu niemandem draußen Kontakt haben durfte. Ich wusste die ersten 4 Tage überhaupt nicht, wie es „meinem“ Hund geht. Das letzte, was ich mitbekommen hatte war, dass er während der Hausdurchsuchung mit der Tierrettung ins Wiener Tierheim gekommen ist. Erst bei der ersten Großdemo am Knast konnte ich über die Lautsprecherdurchsage hören, dass es den betroffenen Tieren den Umständen entsprechend gut geht, dies sorgte bei mir für unglaubliche Erleichterung. Ein weiterer sehr schlimmer Moment war sicherlich die „Haftprüfung“ nach zwei Wochen Haft, ein Termin, bei dem nichts geprüft wurde, sondern schon von vorneherein klar war, dass wir alle im Knast bleiben würden... Auch wenn ich nie viel von einem Rechtssystem erwartet habe, war ich mir vor dem Termin sicher, dass die U-Haft nicht verlängert werden kann, da gegen niemanden von uns etwas Konkretes vorlag, dort wurde ich aber knallhart eines Besseren belehrt.
JAN: Darüber nachzudenken, dass ich meine schwerkranke Hündin vielleicht nie wieder sehen werde, war für mich definitiv der Tiefpunkt...

FRAGE: Gab es auch Erfahrungen positiver Natur, Sachen, die Du Dir schlimmer vorgestellt hattest, als sie eigentlich waren?
JAN: Eigentlich habe ich mir alles ganz anders vorgestellt, viel schlimmer. In Summe ist Knast viel weniger schlimm, als ich immer dachte. Klar, es ist schlimm, aber ganz anders als z.B. durch Filme suggeriert wird. Insbesondere der Umgang der Gefangenen untereinander war wesentlich unstressiger, als ich mir immer gedacht hätte.
KEVIN: Knast insgesamt war auch für mich ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich kam eigentlich sehr gut mit den anderen Häftlingen zurecht und das Klischee von dauernden Streitereien und Machtkämpfen unter Häftlingen gab es zumindest in der Justizanstalt Wiener Neustadt kaum bis gar nicht. Der Umgang untereinander war eher solidarisch. Da der Großteil der Häftlinge kaum bis gar kein deutsch gesprochen hat, konnte ich einigen mit dem Ausfüllen von Formularen u.ä. helfen. Einem Häftling, der überhaupt kein Deutsch sprach, wurde eines Tages einfach nur der Beschluss ausgehändigt, dass er aus Österreich abgeschoben werden soll. Niemand klärte ihn über den Inhalt und über die 2 Wochen Frist, in der er Widerspruch einlegen konnte, auf. Nur durch Zufall zeigte er mir den Beschluss und so konnte er gerade noch rechtzeitig Widerspruch einlegen. Er wurde einige Wochen vor mir freigelassen. Sein Abschiebeverfahren läuft zwar noch, aber zumindest ist er nicht direkt vom Knast in die Abschiebehaft gekommen. Dieses Erlebnis und die vielen anderen, in denen ich bei Formalkram helfen konnte, gaben mir sehr viel Kraft, weil es zeigte, dass man sogar noch in einer solchen Situation, wo einem fast jede Freiheit genommen wird, einen gewissen Spielraum hat und zumindest für Einzelne etwas verändern kann.

FRAGE: Wart Ihr zwischen den ganzen „schweren Jungs“ etwas Besonderes? Wie sind andere mit Euch umgegangen?
KEVIN: Das mit den „schweren Jungs“ ist meiner Meinung nach ein Klischee aus dem Fernsehen. Der Großteil der Häftlinge war wegen „Drogenkriminalität“, also Dealen, Eigenkonsum oder sogenannter Beschaffungskriminalität im Knast. Durch die regelmäßigen Demos vorm Knast und die dauernden Berichte in den Medien waren wir schon ein bisschen was „Besonderes“. Die meisten hatten von uns gehört und eigentlich fanden alle das sehr krass, was mit uns passiert, waren interessiert und eher sehr solidarisch. Für uns wurde demonstriert, wir bekamen Berge an Post, immer zweimal die Woche Besuch - das unterschied uns schon sehr von den anderen Häftlingen, für die sich oft gar KeineR interessierte... Ich hatte aber auch den Eindruck, dass das Personal zu uns netter war als zu den anderen. Dies lag sicherlich daran, dass wir alle deutsch gesprochen haben und die meisten der SchliesserInnen einfach RassistInnen waren - aber auch ganz sicher an dem großen Medieninteresse und der Angst, dass Berichte negativer Behandlungen nach außen dringen könnten. Aber trotz Privilegien gab es noch mehr als genug Schikanen, die aber dann eher von der Staatsanwaltschaft ausgingen.
JAN: „Schwere Jungs“ in dem Sinne gab es bei mir ebenfalls kaum. Die meisten waren einfach „ganz normale“ Typen, auch wenn die es eben mit den Gesetzen nicht ganz so genau nahmen - was ich prinzipiell sympathisch finde. Ein riesiger Unterscheid war, dass ich viel politischer war – ich hatte eine ganz andere Haltung zum Vollzugssystem, zum Staat und so weiter - klarerweise auch zum Veganismus ... Die meisten, mit denen ich Kontakt hatte, reagierten positiv auf mich, uns bzw. unsere Geschichte und sahen die Repression gegen uns als sehr übertrieben an.

„Darüber nachzudenken, dass ich meine schwer-kranke Hündin vielleicht nie wieder sehen werde ...“

FRAGE: Ich hab gehört, dass Ihr beide von anderen gefragt wurdet, ob Ihr zu ihnen in die Zelle wollt. Ihr sollt abgelehnt haben. Stimmt das? Warum habt Ihr abgelehnt?
JAN: Ja, ich wollte den wenigen Platz, den ich hatte, nicht durch zwei teilen müssen und einfach Ruhe haben, um z.B. zu lesen.
KEVIN: Die Häftlinge, die mich gefragt haben, waren zu dem Zeitpunkt zu dritt in einer Zelle und ich wäre als Vierter dazugekommen. Ich habe mich zwar mit allen Dreien beim täglichen Hofgang sehr gut verstanden, weshalb ich auch ernsthaft drüber nachgedacht und sogar den Schließer gefragt hatte, ob es prinzipiell gehen würde. Beim Abwägen habe ich mich aber dann für Ruhe und „Privatsphäre“ entschieden.

FRAGE: Wart Ihr also die ganze Zeit allein in der Zelle? Macht einen das nicht wahnsinnig, mit niemandem reden zu können?
JAN: Ich war die meiste Zeit alleine in der Zelle. Nachdem ich anfangs in einer Großraum-(was eher die Anzahl der Insassen als die Größe des Raumes betrifft)Zelle war, kam mir die Möglichkeit, in Ruhe zu lesen, Sport zu machen, nicht dauernd Zigarettenqualm in der Nase zu haben, als Verbesserung vor. Ich sah andere Häftlinge z.B. beim täglichen Hofgang und die meisten Gespräche erschöpften sich ohnehin recht rasch.
KEVIN: Ich war fast die ganze Zeit alleine. Es gab zwei kurze Ausnahmen, wo ich einmal für 2 Wochen mit einem Typen zusammen war und einmal über Nacht ne zweite Person in meine Zelle bekam. Beide Male war ich sehr froh, als ich wieder alleine war. Das Ganze ist irgendwie so ein Zwiespalt. Auf der einen Seite hatte ich schon das Bedürfnis nach sozialen Kontakten und dem Reden mit Menschen, aber auf der anderen Seite ist die Zelle so verdammt klein und mir war es auch wichtig, meine Ruhe und etwas „Privatsphäre“ zu haben. Ich fand es sehr schnell anstrengend, mir plötzlich diesen engen Raum mit einer Person, die ich nicht kenne und die ich mir nicht aussuchen kann, teilen und mit ihr Sachen absprechen zu müssen. Mir war es sehr wichtig, aus der Zelle ein stückweit „meinen“ Raum zu machen, sie etwas persönlicher zu gestalten (z.B. mit Fotos und Bildern an der Wand). Beim Abwägen war es mir wichtiger, in diesem Raum möglichst meine Ruhe zu haben, anstatt ihn mit jemandem teilen zu müssen.
JAN: Mir war es überhaupt kein Bedürfnis, die Zelle „persönlich“ zu gestalten. Ich hätte mich sowieso nicht wohl gefühlt an diesem Ort …

FRAGE: Was hat Euch während dieser schweren Zeit geholfen, womit konntet Ihr die Zeit überbrücken?
JAN: Geholfen hat mir auf jeden Fall die Solidarität, das Wissen, dass meine FreundInnen, Familienangehörige, GenossInnen und viele mehr hinter mir stehen. Die Briefe, mich am Gitter zu sonnen, auf der Zelle „Sport“ zu machen, mich auf den Tag zu freuen, an dem ich endlich raus komme und alle wieder sehe...
KEVIN: Mir hat die breite Solidarität auch sehr geholfen. Einfach zu wissen, dass es da draußen Leute gibt, die mich nicht alleine lassen, sich für mich/uns einsetzen und auf die ich einfach zählen kann. Ich habe probiert, mich möglichst viel abzulenken, möglichst wenig über die Situation und den Fall nachzudenken. Ich habe mir Sachen, z.T. absolute Kleinigkeiten, gesucht, auf die ich mich immer hinfreuen konnte, wie z.B. der Besuch, die Post, Filme im Fernsehen ... möglichst Sachen die auf jeden Fall stattfinden werden, da ich nach der negativen Haftprüfung unbedingt weniger Erwartungshaltungen aufbauen wollte, um Enttäuschungen zu vermeiden. War eine Sache vorbei, habe ich mir sofort wieder was Neues gesucht, auf das ich mich hinfreue, und so verging die Zeit von Tag zu Tag...

FRAGE: Woran habt Ihr Euch festgeklammert, wenn es Euch schlecht ging?
KEVIN: Wenn es mir schlecht ging, habe ich z.B. wieder ältere Briefe von FreundInnen durchgelesen, das hat mir schon sehr viel Kraft gegeben und mir immer wieder vor Augen geholt, dass der ganze Wahnsinn auch ein Ende haben wird... aber viel zum Festklammern gibt es leider im Knast nicht. Und natürlich habe ich noch stärker versucht, mich abzulenken und die Gedanken nicht im Kreis drehen zu lassen, was mir oft gelungen ist. Der Umgang mit „Knast“ ist für mich in Großteilen eine Kopfsache und somit bis zu einem gewissen Grad beeinflussbar gewesen...
JAN: Daran, dass das Leben weiter geht, dass es nur eine Phase ist, die vorübergeht und es viele Andere in viel schlimmeren Situation geschafft haben.

FRAGE: Was habt Ihr am meisten vermisst?
KEVIN: Am meisten habe ich, glaub ich, meine FreundInnen und ein normales Unterhalten mit ihnen vermisst. Im Knast waren auch die nettesten Gespräche mit anderen Häftlingen zum Großteil nur Smalltalks. Mir fehlte sehr, dass ich mit niemandem ernsthaft drüber reden konnte, wie es mir geht, ohne dass, wie bei den Besuchen, das Ganze mitgehört wird. Aber es gab natürlich noch einiges weitere, wie „meinen“ Hund, leckeres Essen, in der Sonne liegen, einfach nur Bewegung und, dass ich machen kann, was ich will...
JAN: Neben den Menschen und Hunden und „Natur“ zwei Sachen: einfach geradeaus laufen zu können und politisch aktiv sein zu können, diskutieren und so.

„ ... weil ich Angst hatte, dass ich aufwache und wieder auf die Gitter vor meinem Fenster starre ...“

FRAGE: Was hat sich verändert, nachdem Ihr wieder draußen wart?
KEVIN: Verändert hat sich einiges. Hängt aber fast alles mit der Überwachung zusammen. So will ich am liebsten gar nicht telefonieren, halte mich möglichst kurz... und das nicht, weil ich vermeintlich kriminelle Sachen plane, sondern einfach nur, weil ich nicht will, dass die irgendwelche Details aus meinem Leben mitkriegen. Ich will mir unbedingt möglichst viel Privatsphäre erhalten. Da mich die Wohnung sehr stark an den frühmorgendlichen Überfall erinnert hat, habe ich Möbel umgestellt, etwas „umdekoriert“ – auch wenn das Kleinigkeiten sind, war das für mich wichtig, um mich wieder „zu Hause“ zu fühlen... aber natürlich hat sich alles verändert, weil das Thema „278a“ einfach dauerhaft präsent ist. Wir alle reden sehr viel über das Erlebte, um es auch so besser verarbeiten zu können. Ich finde es aber auch sehr wichtig, unsere gemachten Erfahrungen nach außen zu tragen. Nur so können andere Aktive ein halbwegs realistisches Bild von unserer Situation kriegen. Auch wenn ich hoffe, dass das ein Einzelfall ist und bleibt, befürchte ich aber eher, dass in Zukunft auch andere AktivistInnen in anderen Ländern ähnliche Erfahrungen machen müssen. Meinungsfreiheit, Privatsphäre, Demonstrationsrechte werden in immer mehr Ländern eingeschränkt, dubiose Anti-Terror-Gesetze erlassen und Länder wie Amerika und England haben leider sehr gut gezeigt, wie schnell dort Aktive jahrelang wegen Kampagnen im Knast landen können. Am eigenen Leib zu erfahren, wie dieses System funktioniert und wie es mit Gewalt zurückschlägt, wenn Proteste den engen legalen Rahmen verlassen und Einfluss auf Politik und Wirtschaft nehmen, wie es der vermeintlich kriminellen Organisation ja vorgeworfen wird, hat mich erst sehr geschockt, aber auch sehr bestärkt darin, dass ich dieses System ablehne und eine ganz andere Welt will ...
JAN: Bei mir ist das ganz ähnlich, außerdem habe ich meine Einstellung zum Leben allgemein geändert. Das ist aber schwer in Worte zu fassen...

FRAGE: Könntet Ihr noch kurz etwas zum aktuellen Stand des Verfahrens erzählen?
JAN: Es wird klarerweise weiterhin gegen uns ermittelt. Im Moment werden z.B. noch die Ergebnisse der Hausdurchsuchungen, etwa Computer, ausgewertet und Gutachten erstellt. Briefe von uns werden mit Bekenner_innenschreiben verglichen, DNA-Profile erstellt usw. Außerdem gehen wir davon aus, dass wir weiterhin überwacht werden.
Irgendwann wird es wahrscheinlich auch zu einem Prozess gegen uns kommen, wann und gegen wen genau, ist jedoch unklar. Für den Fall einer Verurteilung erwarten uns neben Haftstrafen wohl auch noch zivilrechtliche Schadensersatzansprüche. Aber auch laufend steigen die Kosten, unsere Anwält_innen müssen ja weiter arbeiten.

Für das Interview bedankt sich
Franziska Brunn


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Gemeint sind wir alle!
Am 21. Mai 2008 stürmten Spezialeinheiten der Polizei gegen 6:00 Uhr 24 Wohnungen bzw. Vereinslokale in Wien und anderen Orten in Österreich. Viele der Bewohenr_innen wurden mit gezogenen Waffen aus dem Schlaf gerissen. Hintergründe, Informationen und und die Daten des Spendenkontos findet Ihr unter antirep2008.lnxnt.org