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» Beispiel Eier

Prof. Dr. Bernard Rollin, Colorado State University, erklärt, dass es „ökonomischer ist, eine größere Anzahl an Vögeln in einen Käfig zu stecken, so dass zwar gegebenenfalls eine geringere Produktivität pro Vogel hingenommen wird, dafür aber eine größere Produktivität pro Käfig, auch wenn die Tiere darunter leiden. Hühner sind billig, Käfige sind teuer.“
80 % der Eier, die in Deutschland konsumiert werden, stammen aus Legebatterien. In dieser Form der Massenhaltung sind bis zu fünf Hennen in winzigen Drahtgitterkäfigen eingesperrt. Jede Henne hat ungefähr die Größe eines Din-A-4-Blattes als „Lebensraum“. Für die äußerst bewegungsfreudigen Tiere eine unvorstellbare Belastung. Die Tiere verletzen sich gegenseitig durch Picken und dadurch, dass sie durch die Enge zum Teil übereinander liegen. Das gegenseitige Picken wird zum Teil dadurch „verhindert“, dass den Hühnern wenn sie noch Küken sind die Schnabelspitzen abgeschnitten („kupiert“) werden.
Während das „Urhuhn“ (Bankivahuhn) ca. 20-30 Eier pro Jahr legt, legen die hochgezüchteten Hühner der Eierindustrie inzwischen bis zu 300 Eier pro Jahr. Der Körper der Tiere wird dabei so ausgemergelt, dass sie nie ihre ursprüngliche Lebenserwartung erreichen könnten. Die „Legeleistung“ der Hühner lässt nach einem guten Jahr dementsprechend nach und die Tiere werden in einen LKW verfrachtet und zum Schlachthof gekarrt.
Bodenhaltung
Auch andere Haltungsformen sind für die Tiere eine Qual: Bei der Bodenhaltung fehlen lediglich die Käfiggitter. Tausende Hennen sind in riesigen Hallen eingesperrt, sie stehen dicht gedrängt Körper an Körper und fristen ein ähnlich leidvolles Dasein wie die Hennen in der Käfighaltung. Auch hier sind vorzeitige Todesfälle durch Stress und Krankheiten eine alltägliche von den Betreibern einkalkulierte Nebenerscheinung.
Was passiert mit den männlichen Tieren
und was ist mit der Freilandhaltung?
Für alle Hühner, die für die Eierproduktion vom Menschen gezüchtet werden, gilt das gleiche Schicksal. Sie sollen eine möglichst große Zahl an Eiern legen und schließlich im Kochtopf landen. Dies ist auch in der Freilandhaltung nicht anders, für die auch die auf Legeleistung getrimmten Zuchtformen mit den entsprechenden negativen Konsequenzen für die Tiere verwendet werden. Die zumeist in riesigen Brutmaschinen geschlüpften Küken werden über Förderbänder im Akkord nach Geschlecht sortiert (das so genannte Sexen), denn nur weibliche Hühner legen Eier. Die männlichen Küken (die Hälfte aller geschlüpften) werden in riesigen Massen vergast, erstickt oder zerstampft, da sie für die Eierproduktion „wertlos“ sind. Bei jeder kommerziellen Hühnerhaltung egal ob Batterie-, Boden- oder Freilandhaltung werden Hühner nur anhand ihrer Legeleistung bemessen. Sobald diese nachlässt, werden sie geschlachtet.
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