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» Beispiel Masthühner

»Als wir in die Halle gingen, wurden die beißenden Ammoniakdünste fast unerträglich. 40.000 Masthähnchen drängten sich auf dem Boden, vor allem um die Futtereinrichtungen. Viele Tiere hatten Deformationen und konnten sich kaum bewegen, tote Tiere lagen herum, kranke Tiere lagen im Sterben.« Aus einem Bericht einer Recherche in einer Hühnermastanlage
Masthühner werden in großen Hallen zu Zehntausenden dicht an dicht gedrängt gehalten. Pro Quadratmeter rund 25 Tiere. Sie können ihr natürliches (Bewegungs-) Verhalten in keinster Weise ausleben, sind Exkrementen und dadurch beißenden Ammoniakdünsten ausgesetzt. Durch einseitige Zucht wurde den Tieren das Sättigungszentrum im Hirn manipuliert. Die Tiere sind so gezüchtet, dass sie unter Dauerhunger leiden und weiterfressen, obwohl der Futterbedarf des Körpers längst gedeckt ist. Die Tiere wachsen extrem schnell. Als Küken wiegt ein Masthuhn ca. 50g, zum Zeitpunkt der Schlachtung fünf Wochen später ca. 1,5 kg. Der Kreislauf der Tiere und das Skelettwachstum halten dem nicht stand. Bereits vor ihrer anvisierten Tötung im Schlachthof sterben viele Tiere an Organversagen oder aufgrund gravierender Deformationen des Skeletts und der Extremitäten. Kranke, verletzte und tote Tiere werden von den Hallenbetreibern lediglich von Zeit zu Zeit eingesammelt und „entsorgt“. Die meisten kranken und verletzten Tiere bleiben liegen, bis sie qualvoll gestorben sind, da in den riesigen Hallen aus einem Meer an Tieren mehr als ein Einsammeln der (meisten) toten Tiere oft gar nicht möglich ist. 20 Millionen Masthühner sterben in Deutschland jedes Jahr bereits vor Mastende.
„Ich bin nicht deswegen Vegetarier geworden, um was für meine Gesundheit zu tun. Ich tat es für die Gesundheit der Hühner.“ Isaac Bashevis Singer (1904-1991)
jüdisch-amerik. Schriftsteller und Literaturpreisträger
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