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» Beispiel Milch

Mrs. De Boer, Farmerin in Amerika, gibt in einem Interview an, dass sie noch nie eine Kuh per Hand gemolken hat und dass sie dies auch gar nicht erwartet. In ihrer Fabrik, dem Stall, bedienen die Arbeiter die Maschinen. „Es ist eine Fabrik“, sagt sie. „Wenn die Kühe keine Milch produzieren, werden sie zu Fleisch verarbeitet.“ Why Vegan?, Vegan Outreach USA

Laut Tierschutzbericht 2005 der Bundesregierung halten viele Betriebe „Milchkühe“ in Anbindehaltung. Der hintere Teil des Anbindeplatzes besteht dabei meist aus Spaltenboden, durch den die Exkremente der Tiere fallen.

Durch einseitige Zucht wurden die Kühe über Jahrhunderte hinweg zu wahren Milchmaschinen gemacht. Während die Milchmenge, die eine Kuh produzierte, ursprünglich nur für ihr Kalb gedacht war, produziert eine Kuh heutzutage mehr als 9000 Liter jährlich. Der Organismus der Tiere leidet darunter, dem Körper werden viele wichtige Stoffe entzogen und der Euter der Tiere hält der Dauerbelastung nicht stand. Euter- sowie Gelenkentzündungen treten häufig auf.

Um Milch zu produzieren, muss die Kuh ein Junges bekommen haben. Die Kälber werden der Mutter weggenommen und landen entweder nach einer Massenaufzucht in Kälberboxen im Schlachthof oder werden wiederum für die Milchwirtschaft eingesetzt. Drei Monate nachdem die Kuh ihr Kalb bekommen hat, wird sie erneut per künstlicher Besamung geschwängert.
Nachdem eine Kuh ca. 45.000 Liter Milch produziert und 5-6 Kälber bekommen hat, nimmt die Fruchtbarkeit und Milchleistung ab, Euterentzündungen und sonstige Krankheiten nehmen zu. Dies ist für die Kuh das Todesurteil, denn die Milchbetriebe sind nur an „Spitzenleistungen“ und einem geringen Aufwand interessiert. Die Kuh wird nach 4-5 Jahren im Schlachthof getötet, obwohl ihre eigentliche Lebensdauer ca. 30 Jahre betragen hätte.

Exkurs: Marktwirtschaftliche Maßnahme der besonderen Art

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Die Einzigartigkeit und Würde jedes einzelnen Tieres wirklich zu respektieren heißt, nicht länger seine grenzenlose Ausbeutung zu unterstützen.
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