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Einleitung

2. Tiere sind keine Ware

3. Die gängige Sicht
4. Eine neue Sicht
5. Eine neue Sprache
6. Die Bewegung

Die Bausteine für einen Vortrag sind von Stefan Seidel und erschienen in der "Tierbefreiung"

» KEINE GEWALT BEIM ESSEN – WARUM VEGAN LEBEN?

Bausteine für einen Mustervortrag

1. Schritte des Erkennens

Heute wollt ihr es also wissen: Warum zähle ich mich zu der exotischen Gruppe der Veganer?

Gerne erzähle ich euch etwas über die Hintergründe dieser Lebensweise, denn sie ist viel mehr als eine persönliche Macke. Die Entscheidung, vegan zu leben, hat etwas mit der grundlegenden Frage zu tun: Wie steht es um unser Verhältnis zu den Tieren? Wie gehen wir mit ihnen um, bzw. wie sollten wir mit ihnen umgehen? Ich lebe seit meinem 14. Lebensjahr ohne Fleisch, Wurst, Fisch und Geflügel. Damals begann ich, mir Gedanken zu machen über die Geschichte des Schnitzels auf meinem Teller. Bilder aus Schlachthöfen und Mastfabriken hatten dieses Nachdenken ausgelöst. Es war nicht schwer, die Geschichte des Schnitzels zurückzuverfolgen. Ich stellte fest, dass dieses Schnitzel einmal gelebt, geatmet und gefühlt hat – so wie ich. Ich machte mir bewusst, dass die Herstellung des Schnitzels mit Schmerzen, Angst und Tod eines Tieres verbunden ist. Kurz gesagt, ich erkannte: Am Anfang war das Tier, auf meinem Teller liegt „jemand“ und nicht „etwas“. Fleisch ist kein harmloses Nahrungsprodukt, das mir ein Tier freiwillig gibt, sondern Fleisch ist ein mit Gewalt erzwungenes Produkt, für das ein Tier sein Leben lassen musste. Daraus zog ich dann die schlichte Konsequenz, mich nicht mehr an diesem brutalen Kreislauf zu beteiligen und ich beschloss: Für mein Essen soll fortan kein Tier mehr getötet werden.

Denn es ist natürlich so, dass ich als Verbraucher die Verantwortung trage für die Folgen meines Kaufauftrags. Als Fleischkonsument muss man sich klarmachen, dass es mein Auftrag ist, der im Schlachthof ausgeführt wird. Auch wenn ich mir beim Griff ins Wurstregal nicht die Finger blutig mache, bin ich doch verantwortlich für den Tod des zu Wurst verarbeiteten Tieres. Der humoristische Schriftsteller Eugen Roth fasste diese Tatsache in einen Reim:

„Es denkt der Mensch zufrieden froh:
Ich bin kein Schlächter, blutig roh;
doch da der Mensch kein Kostverächter,
trägt die Mitschuld er am Schlächter.“

Im Laufe der Jahre machte ich mir immer mehr Gedanken über dieses Thema, ich durchschaute immer mehr Zusammenhänge und analysierte immer tiefer unseren geistigen und praktischen Umgang mit Tieren. So wundert es nicht, dass ich vor viereinhalb Jahren beschloss, künftig vegan zu leben, also nicht nur auf Fleisch und Wurst, sondern auch auf Milch, Eier, Käse sowie Leder, Wolle und im Tierversuch getestete Duschbäder und Kosmetik zu verzichten. Dazu muss ich sagen: ein 100%iger Ausstieg, eine totale Reinheit ist in unserer tierdiskriminierenden Gesellschaft kaum möglich, es bleiben Widersprüche (ich nenne nur die Abhängigkeit vieler von der Schulmedizin, pestizidbehandeltes Obst und Gemüse oder die Grenzen von Produktanfragen). Aber Veganismus bedeutet, soweit wie irgend möglich, auf die Nutzung von Tieren und die Verursachung von Leiden zu verzichten. Veganismus will die Grundlage legen für eine Befreiung der Tiere aus der totalen Ausbeutungsherrschaft durch den Menschen.

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Die Einzigartigkeit und Würde jedes einzelnen Tieres wirklich zu respektieren heißt, nicht länger seine grenzenlose Ausbeutung zu unterstützen.
die tierbefreier e.V. | www.die-tierbefreier.de | info@die-tierbefreier.de