Home Tiere Konsequenzen Vegan Tierbefreiungen Mustervortrag

Einleitung
1. Schritte des Erkennens
3. Die gängige Sicht
4. Eine neue Sicht
5. Eine neue Sprache
6. Die Bewegung

Die Bausteine für einen Vortrag sind von Stefan Seidel und erschienen in der "Tierbefreiung"

» KEINE GEWALT BEIM ESSEN – WARUM VEGAN LEBEN?

Bausteine für einen Mustervortrag

2. Tiere sind keine Ware

Es gibt verschiedene Gründe für den Veganismus, z.B. gesundheitliche, ökologische, wirtschaftliche oder religiöse. Doch ich möchte heute den Schwerpunkt legen auf die am weitesten verbreitete Begründung: Veganismus aus Respekt vor dem Leben und der Würde des einzelnen Tiers. Denn das ist auch mein Beweggrund. Veganismus ist die Konsequenz eines neuen Bewusstseins, das Tiere nicht mehr als beliebig benutzbare Ressource, Material und Ware ansieht, sondern als eigenständige, fühlende Lebewesen. „Tiere sind nicht für uns da, sondern für sich selbst.“ – so könnte die Kurzzusammenfassung des neuen Bewusstseins lauten. Heute leben schon ca. 8% der Deutschen vegetarisch, das sind 6 Millionen Menschen. 1983 gab es erst 0,6 % Vegetarier – etwa so viele wie es heute Veganer gibt (ca. 0,8 %). Deshalb ist zu hoffen, dass in zehn Jahren Veganismus viel etablierter und gesellschaftlich akzeptierter ist. Die Tendenz geht in diese Richtung und besonders unter Jugendlichen gibt es deutliche Anzeichen eines Bewusstseinswandels.

Doch wie kommt man dazu, Tiere nicht als Nutzungsobjekte, sondern als zu respektierende Lebewesen anzusehen?

Zum einen ist es die biologische Erkenntnis, dass Menschen und Tiere nahe Verwandte sind. Mit den Tieren teilen wir die gleichen Sinne und die gleichen Empfindungen. Der berühmte Naturforscher und Biologe Charles Darwin sagte: „Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.“ Wer zu Hause einen Hund oder eine Katze hat, dem muss ich nicht viel erzählen, der weiß das. Die Biologie spricht schon lange nicht mehr undifferenziert von Menschen und Tieren, sondern von menschlichen und nichtmenschlichen Tieren. Zwischen einem Schimpansen und einem Menschen liegt gerade einmal ein 1%iger genetischer Unterschied.

Von daher drängt sich die Frage auf: Warum achte ich das Leben und die Unversehrtheit eines Menschen, aber quäle, drangsaliere und ermorde ein nichtmenschliches Tier um eines Gaumenkitzels willen?

Lesen Sie weiter: 3. Die gängige Sicht auf die Tiere


Die Einzigartigkeit und Würde jedes einzelnen Tieres wirklich zu respektieren heißt, nicht länger seine grenzenlose Ausbeutung zu unterstützen.
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