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» KEINE GEWALT BEIM ESSEN WARUM VEGAN LEBEN?
Bausteine für einen Mustervortrag
5. Eine neue Sprache
Es ist Zeit für eine neue Sicht auf die Tiere und für eine Veränderung unseres Umgangs mit ihnen. Eine neue Sicht auf die Tiere bedeutet eine tiefgreifende Wandlung vieler bisher selbstverständlicher Denk- und Handlungsweisen. Zu aller erst bedeutet das ein Ende der Benennung von Tieren nach ihrer Nutzbarkeit für den Menschen. Es gibt keine „Schlachttiere“, „Pelztiere“ oder „Versuchstiere“, sondern bloß Schweine, Rinder, Hühner, Nerze, Füchse, Affen und Beaglehunde Individuen, deren Wesen es nicht ist, Ressource für den Menschen zu sein. Die Kategorien „Nutztier“, „Schlachttier“, „Pelztier“ oder „Versuchstier“ sagen nichts über das Sein eines Tieres aus, sondern nur etwas über das Bewusstsein der Menschen (G. Rogausch). Die Instrumentalisierung der Tiere muss überwunden werden und das geschieht zuerst im Kopf und mit der Sprache. Man sollte deshalb auch nicht länger von „Fleisch“ reden, sondern von dem, was es ist: ein totes, zubereitetes Körperteil, ein Leichenteil. Man muss sich klar machen, dass mit der Rede von „Fleisch“ der gewaltsame Tod eines Tieres verschleiert wird. „Fleisch“ - das klingt nach einem harmlosen Objekt, einem Produkt, das nur noch darauf wartet, den menschlichen Gaumen zu kitzeln. Doch hinter dem „Fleisch“ steckt ein getötetes, einmaliges, unverwechselbares Individuum. Und auch die anderen Bezeichnungen „Nugget“, „Hamburger“, „Wienerle“ vernebeln die Gewalt, die an diesen Produkten kleben, um dem Verbraucher ein gutes Gewissen zu liefern.
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