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» Der Schlachthof

»Von dem Schwein möchte ich erzählen, das nicht mehr laufen konnte, mit gegrätschten Hinterbeinen dasaß. Das sie solange traten und schlugen, bis sie es in die Tötungsbox hineingeprügelt hatten. Das ich mir hinterher ansah, als es zerteilt an mir vorüberpendelte: beidseitiger Muskelabriss an den Innenschenkeln. Schlachtnummer 530 an jenem Tag, nie vergesse ich diese Zahl.«
C.M. Haupt, Auszug aus einem Bericht eines Schlachthofpraktikums
In Deutschland werden jedes Jahr ca. eine halbe Milliarde Tiere in Schlachthöfen getötet. Eine Menge, die man gedanklich kaum erfassen kann. Alle landwirtschaftlichen Nutztiere (Rinder, Schweine, Schafe, Kaninchen, Hühner, Puten etc.) landen im Schlachthof. Bereits bei ihrer Geburt auf dem Spaltenboden oder in der Massenbrüterei steht fest, ob sie je nach Art und Rasse zunächst als Milch- oder Eierlieferant ausgebeutet werden sollen und dann im Schlachthof getötet werden, oder ob sie als reine „Fleischlieferanten“ nach einer entsprechenden Mastperiode direkt in den Schlachthof verfrachtet werden. In Schlachthöfen wird im Akkord gearbeitet. Die Tiere jedes einzelne von ihnen wollte leben werden hier zur reinen Ware.
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