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» Beispiel Schweinehaltung
»Vergiss, dass das Schwein ein Tier ist. Behandle es wie eine Maschine in einer Fabrik.«
Hog Farm Management, USA, September 1976
In einem Artikel des amerikanischen Industrie-Journals „National Hog Farmer“ von 1993 wird empfohlen, die Fläche, die in einer Schweinehaltung pro Schwein zur Verfügung gestellt wird, von 0,8 auf 0,6 m2 zu reduzieren: „Es zahlt sich aus, Schweine zusammenzudrängen“.
Hausschweine zeigen in Freiheit das gesamte Verhaltensrepertoire der Wildschweine, von denen sie abstammen. In Deutschland werden mehr als 90 % aller Schweine in Intensivhaltung gehalten. Die Zuchtsauen werden in engen Kastenständen meist einzeln gehalten, die Mastschweine zu Mehreren in dunklen Buchten mit Spaltenböden. Die Exkremente werden von den Tieren durch die Spalten getreten. Wie in allen Intensivhaltungen hängen auch hier beißende Ammoniakdämpfe in der Luft. Durch die Enge und Bewegungslosigkeit zeigen die Schweine aggressive Verhaltensstörungen wie Kannibalismus und gegenseitiges Schwanzbeißen. Dem wird ebenso wie beim Schnabelkürzen der Hühner dadurch „entgegengewirkt“, indem die Eckzähne der männlichen Schweine abgeschliffen werden und die Schwänze aller Mastschweine „kupiert“, also abgeschnitten werden. Auch Schweine wurden auf eine schnelle Gewichtszunahme hin gezüchtet.
Weil Fleisch von unkastrierten männlichen Schweinen einen für viele Fleischesser unangenehmen Beigeschmack hat, werden fast alle männlichen Mastschweine kastriert. Dies geschieht in den ersten vier Wochen ihres Lebens, fast ausnahmslos ohne Narkose.
„Eine kräftige Männerhand hat das zartrosa Ferkel fest im Griff. Der Mann setzt ein scharfes Messer im Genitalbereich des Tieres an zwei gezielte Schnitte, dann dreht er die Hoden aus der Wunde und schneidet sie ab. Das Ferkel quiekt schrill auf. In einem Arbeitsgang werden dem Schweinebaby außerdem das Ringelschwänzchen abgeschnitten und die Eckzähne mit einem Seitenschneider abgekniffen. Alles geschieht ohne Betäubung. Das Ferkelchen ist erst wenige Tage alt. Die Tortur steht am Anfang eines qualvollen Lebens am Anfang von 180 Tagen Folter. Dann wiegt das Schwein über 100 Kilo und endet auf der Schlachtbank. Die schmerzhafte Prozedur ist nicht strafbar, sondern ganz legaler Alltag in der Schweinezucht“. Zeitungsbericht "Tatort Tierfabrik"
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