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Vegane Locations: veganguide.org

Vegan Society: vegansociety.com

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Bücher zum Veganismus:

"Vegan. Nichts leichter als das" von Marc Pierschel, "Vegan" von Kath Clements und über zehn vegane Kochbücher sind erhältlich im tierbefreier Shop

Vegane Lebensmittel und Produkte:

Radix Versand
Roots of Compassion
Smilefood
veganbasics
VeniVidiVegi
Vegan Versand  (Schuhe)
Vegane Zeiten
Kinky Vegan (BDSM)
kokku

Einige Bücher, die das Thema Fleischverzehr/Vegetarismus/
Veganismus betrifft:

Carol J. Adams: „Zum Verzehr bestimmt – Eine feministisch-vegetarische Theorie“, Guthmann & Peterson 2002

Melanie Joy: „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus - Eine Einführung“, Compassion Media 2013

Nick Fiddes: „Fleisch – Symbol der Macht“, Verlag Zweitausendeins 1993

Mark Pierschel: „Vegan! Vegane Lebensweise für Alle“, Compassion Media 2010, Rezension

 „Das Schlachten beenden!: Zur Kritik der Gewalt an Tieren. Anarchistische, feministische, pazifistische und linkssozialistische Traditionen“. Tolstoi, Clara Wichmann, Elisee Reclus und Magnus Schwantje, Graswurzelrevolution 2010

Kochbücher:

Christina Kaldewey: „Vegane Küche für Kinder. Einfach lecker für kleine Entdecker“, Compassion Media 2012

 Ente: „Vegan Kochen mit Ente. Ein Solikochbuch für die Tierbefreiungsbewegung“, Compassion Media 2012

Kristina Unterweger und Arnold Pöschl: „Vegan kochen“ 2011; „Vegan Backen“, Neun Zehn 2012

Barkawitz, Suzanne: „Vegan genießen“, Pala-Verlag 1998

Pierschel, Marc: „Vegan lecker, lecker. Raffinierte Köstlichkeiten der veganen Cuisine“, Compassion Media 2008



Ignoranz tötet – Veganismus rettet!

Veganismus ist die bewusste Rebellion gegen das herrschende Prinzip, in dem Tiere als vermeintlich „minderwertigere“ Lebewesen kein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit erhalten, weil Menschen sie als ausbeutbare Masse betrachten und hemmungslos unterdrücken.

Warum Veganismus ein wichtiges Element im Kampf
für die Befreiung der Tiere ist

Der vegane Gedanke

1945 trat der Begriff „vegan“ von der neu gegründeten Vegan Society in Großbritannien in die Öffentlichkeit. Der Begriff „vegan“ setzt sich aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes „vegetarian“, in deutsch „vegetarisch“ zusammen. Vegan ist auch bekannt unter dem Begriff „rein vegetarisch“.

Vegan lebende Menschen lehnen jegliche Art von Gewalt gegen Menschen und Tiere ab und setzen dies auch direkt in ihrem Leben um. So konsumieren sie z.B. keine Lebensmittel, die Stoffe tierlicher Herkunft beinhalten. Das Fleisch und die Haut getöteter Tiere, (Tier-) Milch, Eier und die daraus produzierten „Nahrungsmittel“ werden bewusst aus dem Ernährungsplan gestrichen.

Aber zur veganen Philosophie gehört viel mehr als nur der Verzicht auf tierliche Nahrungsmittel.

Veganismus ist die bewusste Rebellion gegen das herrschende Prinzip, in dem Tiere als vermeintlich „minderwertigere“ Lebewesen kein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit erhalten, weil Menschen sie als ausbeutbare Masse betrachten und hemmungslos unterdrücken.

Zudem zeigen vegan lebende Menschen in ihrem alltäglichen Handeln auf, dass es auch anders geht als das Leben auf den Tod von Tieren aufzubauen. Ein vegan lebender Mensch wird immer versuchen, den „unblutigen“, tierleidfreien Weg einzuschlagen, sei es in der Wahl der Kleidung, in der Tierhaut untragbar ist oder bei der täglichen Kosmetik, in der nur solche Produkte verwendet werden, die nicht im grausamen Tierversuch getestet worden sind und keine tierlichen Stoffe beinhalten.

Veganes Denken umfasst grundsätzlich die Ablehnung jeglicher Nutzung und Tötung von Tieren. Beispiele hierfür sind die Jagd, in der Wildtiere zum Abschuss freigegeben werden, menschliche Sport- oder Vergnügungsbereiche wie z.B. beim Reitsport, Zirkus oder Zoo, in denen Tiere benutzt bzw. erniedrigt und ausgestellt werden, oder aber zu Versuchsobjekten in der Kosmetik-, Pharma- und chemischen Industrie und in der militärischen Forschung degradiert werden. Grundsätzlich ist das Tier immer der menschlichen Willkür ausgeliefert, indem über sein gesamtes Leben, von der Geburt bis zum Tod, bestimmt wird, es nicht seinen artspezifischen Bedürfnissen nachgehen kann und in den allermeisten Fällen sein Leben mit erheblichen Leiden verbunden ist.

Die Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies wird grundsätzlich verurteilt. Der Umgang mit dem Tier ist daher von einer großen Solidarität und Empathie geprägt. Es ist unabhängig davon, ob ein Tier 2 oder 4 Beine, ob es Lungen oder andere Atemorgane besitzt, ob es eine Haut, Federn oder Fell besitzt, ob es der Gattung Mensch ähnelt oder nicht.

Der Begriff des Speziesismus wurde im Jahre 1970 ins Leben gerufen, um die Unterdrückung der Tiere durch die Menschen beim Namen zu nennen. Speziesismus ist eine Anlehnung an Begriffe für andere Unterdrückungsformen wie z.B. Rassismus, bei dem Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer (vermeintlich minderwertigeren) Rasse von einer anderen Gruppe Menschen (die ihre Gruppe als die vermeintlich höherwertige ansieht) diskriminiert werden. Ähnlich wie in dieser zutiefst verwerflichen Denkart ist es auch in der Mensch-Tier-Beziehung ein ähnlich gelagertes Phänomen. Es gründet auf dem falschen Verständnis, dass das Tier aufgrund seiner Artzugehörigkeit wertloser, oder andersherum: dass das Tier aufgrund seiner Nicht-Zugehörigkeit zur Gattung Mensch minderwertiger sei. Unterschiede in Aussehen und Verhalten werden hier als wertende Kategorien benutzt, die Leidensfähigkeit der Tiere einfach ignoriert, um Wehrlose zum eigenen Nutzen unterdrücken zu können.

Anti-Speziesismus bedeutet demnach, dieses menschliche Überlegenheitsverständnis außer Kraft zu setzen und die Etablierung eines Gleichwertigkeitsprinzips zwischen Menschen und Tieren im öffentlichen Bewusstsein und im praktischen Umgang anzustreben.


Im folgenden stellen wir auszugsweise einige Tierausbeutungsformen in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft vor. Jeder einzelne Bereich ist so komplex, dass er Bücher füllen würde, um alle Aspekte zu thematisieren. Die folgenden Beispiele sollen aufzeigen, mit welcher eiskalt berechneten Präzision und Profitsucht Tiere ausgebeutet, getötet und vermarktet werden und unterstreichen die Forderung nach einem Umdenken und der Etablierung der veganen Lebensform in unserer Gesellschaft.

Das Leben und Sterben der so genannten Schlachttiere

Schweine, Rinder, Hühner, Kaninchen und viele andere sog. Nutztierarten werden meist in Massenbetrieben nur zu dem Zweck gezüchtet, um in kürzester Zeit und mit dem geringsten Aufwand „schlachtreif“ zu werden. Sie werden zu Massen in engsten Käfigen, Boxen oder Ställen zusammengepfercht, meist in gnadenloser Enge, ohne Tageslicht und Auslauf.

Schweine bzw. Ferkel beispielsweise werden durch einen mit chemischen Wuchsstoffen versehenen Futterbrei gemästet, damit sie in nur 22 Wochen ihr gewünschtes Schlachtgewicht erreichen. Die durch diese Fütterungsmethoden und den Bewegungsmangel entstehenden Belastungen für den Körper sollen durch die Verabreichung von Medikamenten „ausgeglichen“ werden. Um den Stress der neugierigen und durch die brutalen Zuchtmethoden oft herzkranken Tiere zu minimieren, erhalten sie zusätzlich Tranquilizer, die sie beruhigen sollen.

Bei „Masthühnern“ sind es nur ca. 35 Tage, bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben und der Abtransport zum Schlachthof erfolgt. Oft brechen ihre zarten Füße unter ihrem eigenen Gewicht zusammen.

Es gibt keinen Bereich der konventionellen Tierhaltung, in dem die Tiere nicht unter für sie entsetzlichen Bedingungen gehalten werden. Stress und Aggressionen durch die Enge sind ebenso an der Tagesordnung wie körperliche Schmerzen und vorzeitiger Tod durch die Mast, zuchtbedingten Leiden, Gefangenschaft und Verletzungen. Familienverbände und soziale Beziehungen, in denen viele Tierarten naturgemäß leben, sind nicht möglich. Mütter werden von ihren Kindern getrennt, Aggressionen und verzweifelte Kämpfe unter Leidensgenossen gehören zum Alltag.

Auch Fische werden mittlerweile in Massenbetrieben gezüchtet. In der Lachszucht werden die Tiere, die von Natur aus die Ozeane durchwandern, auf einem Bestandslevel von „15 kg Fisch“ pro Kubikmeter Wasser gehalten. Als Nahrung erhalten sie hochkonzentrierte Proteinkügelchen mit Antibiotika. Mehrere Wochen vor ihrer Schlachtung lässt man sie aushungern, um sie besser ausnehmen zu können .

Die Fahrt in den Tod

Nach einem qualvollen Leben auf engstem Raum erfolgt der Abtransport zum Schlachthof. Die völlig verunsicherten Tiere, die nie Tageslicht zu sehen bekamen, werden auf Transporter verladen und kilometerweit über laute Autobahnen und Landstraßen verfrachtet. Stress, Hunger, Durst, Knochenbrüche, Kälte und völlige Erschöpfung sind vielfache Faktoren für einen Tod unterwegs. Je länger die Fahrt dauert, umso stärker ist die Belastung für die Tiere. Die äußerst sensiblen Schweine bekommen nicht selten einen Herzinfarkt. Brutale Methoden bei dem „Ein- und Entladen“ der Tiere (beispielsweise mit Elektrogeräten) tun ihr übrigstes, um den Tieren ihre letzte Kraft und Würde zu rauben. Das Geschäft mit dem Fleisch ist unerbittlich.

Die brutale Verwandlung vom lebendigen Tier in „Fleisch“

In nur 3 Monaten, nämlich von April bis Juni 2003, wurden allein in Deutschland über 11.209.000 Schweine, 811.500 Rinder und 85.000 Kälber geschlachtet. Die Schlachtzahlen von Hühnern, Enten und Truthühnern sind so gigantisch groß, dass hierbei nur noch von „Geflügelfleisch“ in der Gewichtsklasse Tonnen gesprochen wird. Die getöteten Leben an sich haben ihre Bedeutung verloren, nur noch das Gewicht der Masse zählt. (Quelle der Zahlen: Statistisches Bundesamt, http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2003/p3400142.htm). Diese erschlagenden Zahlen sind so unvorstellbar, dass das einzelne Individuum in der Masse zu verschwinden droht. Doch hinter jedem einzelnen „Schlachttier“ verbirgt sich die Geschichte eines empfindungsfähigen Wesens, das ein unvorstellbar grausames Leben und Sterben hinter sich hat.

Haben die Tiere das Martyriums ihres genau kalkulierten Lebens als „Fleischlieferant“ lebend überstanden, erwartet sie der vorsätzliche Tod durch Menschenhand. Der Schlachthof ist ein perfekt organisierter, technisierter Apparat des Todes. Die durch die Schreie und durch den Geruch des Blutes ihrer Leidensgenossen völlig verschreckten Tiere werden in die Warteschlange der Betäubungsbucht getrieben. Im Akkordtempo setzen Schlachthofarbeiter Bolzengewehre oder Elektrozangen an die Schläfen der Tiere und hängen sie kurz darauf kopfüber an einem Hinterbein auf. Viele heimlich gefilmte Dokumentationen aus Schlachthöfen haben aufgezeigt, dass aufgrund des hohen Arbeitstempos der Betäubungsvorgang so fahrlässig durchgeführt wird, dass viele Tiere den gesamten Tötungsvorgang bei vollem Bewusstsein miterleben müssen. Durch einen Kehlenschnitt bluten die Tiere langsam aus, erst nach 10 Minuten hört die Atmung und der Herzschlag auf.

Ein Leben nach dem anderen wird vernichtet, während die anderen panisch in der langen Schlange auf ihre Hinrichtung warten.

So genanntes Geflügel, Hühner, Puten, Gänse usw. werden bei vollem Bewusstsein kopfüber in einer Reihe aufgehängt und mittels einer Fließbandfunktion durch ein Betäubungsbad gezogen. Auch hier sind unbetäubte Tiere beim Schlachtvorgang keine Seltenheit.

Der Schlachthof – ein Ort des Grauens und nicht unkalkuliert hinter hohen Mauern verborgen oder abseits der Städte errichtet.

Kuhmilch den Kälbern

Als erstes wollen wir kurz den Mythos der Werbung als das entlarven, was es ist: Betrug. Eine idyllische Almwiese mit einer gut gelaunten Kuh soll den Eindruck vermitteln, dass der Lebenssinn der Kühe darin besteht, den Menschen mit guter Milch zu einem gesunden Leben zu verhelfen. Weder der Mythos von der „gesunden“ Milch ist wahr, noch ist es dem Großteil der „Milchkühe“ möglich, auf einer grünen Almwiese herumtollen zu können. Die große Mehrzahl von ihnen verbringt ihr gesamtes Leben angekettet in einem Stall, zu völliger Bewegungsunfreiheit verdammt und unter grausamen Bedingungen zur „Melkmaschine“ umfunktioniert.

Die Kuh als Säugetier produziert von Natur aus nur Milch, wenn sie ein Kalb geboren hat. Das ist bei ihr so wie bei allen anderen Säugetieren einschließlich des Menschen. In der traditionellen Milchproduktion wird die „Milchkuh“ einmal pro Jahr durch brutale künstliche Besamung geschwängert. Nach neunmonatiger Tragezeit gebiert sie ihr Kind, das ihr in der Regel spätestens 2 Tage nach der Geburt weggenommen wird, für Mutter und Kind ein Trauma, das keiner Erläuterung bedarf, wenn man sich diese Situation bei der menschlichen Mutter-Kind-Beziehung vorstellt. Das Kalb wird unter Rotlicht in eine enge Box gezwängt oder mit anderen Kälbern in einen abgetrennten Raum mit Holzspaltböden gesteckt und mit einer Ersatzmilch gefüttert. Das Brüllen nach seiner Mutter, die Sehnsucht nach Geborgenheit und mütterlicher Wärme wird nur durch das Brüllen der Mutter übertönt, die verzweifelt nach ihrem geraubten Kind ruft. Sie wird nun 2 x täglich an die Melkmaschine angeschlossen. Ihr Kalb wird sie nie wiedersehen. Ihm wird entweder ein ähnliches „Schicksal“ wie das seiner Mutter bevorstehen oder aber der baldige Abtransport zum Schlachthof, um als Kalbfleisch zu enden. Wenn die Gebärfähigkeit der „Milchkuh“ nachlässt, wird auch sie im Schlachthof enden, damit auch noch aus ihrem Fleisch Profit gemacht werden kann.

Ich wollt’, ich wär’ kein Huhn!

Albtraum Legebatterie

90 % der Eier, die in Deutschland konsumiert werden, stammen aus Legebatterien. In dieser Form der Massenhaltung sind bis zu 5 Hennen in winzigen Käfigen eingesperrt, jede Henne hat ungefähr die Größe eines Din-A-4-Blattes als „Lebensraum“. Für die äußerst bewegungsfreudigen Tiere ein unvorstellbarer Stress. Viele sterben schon vor dem Abtransport zum Schlachthof durch Stress oder Krankheiten, die durch die qualvolle Haltungsform hervorgerufen werden. Durch künstliches Licht und vielfache zuchtbedingte Manipulationen legen die Hennen ca. alle 30 Stunden ein Ei, eine Belastung, die die Körper der Hennen bis zur völligen Erschöpfung ausmergeln. Durch die von der Bundesregierung initiierte „Legehennenverordnung“ können bis 2012 weiterhin Mio. Hennen unter diesen grausamen Bedingungen legal gequält werden. Und auch danach wird sich für die Hennen nicht viel verbessern. Aufgrund des hohen Eierkonsums in unserer Gesellschaft werden Tiere dann unter vergleichbar unwürdigen Bedingungen (z.B. Bodenhaltung) in Massen gehalten werden.

Bodenhaltung – Legebatterie ohne Trenngitter

Durch die kritische Diskussion über die skandalösen Legebatterien in der Öffentlichkeit wird immer öfter die Bodenhaltung als alternative Haltungsform angepriesen. Die jedoch ist ein Trugschluss: Bei der Bodenhaltung fehlen lediglich die Käfiggitter. Tausende Hennen sind in riesigen Hallen eingesperrt, sie stehen dichtgedrängt Körper an Körper und fristen ein ähnlich leidvolles Dasein wie die Hennen in der Käfighaltung. Auch hier sind vorzeitige Todesfälle durch Stress und Krankheiten eine alltägliche, von den Betreibern einkalkulierte Nebenerscheinung.

Freilandhaltung – trügerische Idylle

Für alle Hühner, die für die Eierproduktion vom Menschen gezüchtet werden, gilt das gleiche Schicksal. Sie sollen eine möglichst große Zahl an Eiern legen und schließlich im Kopftopf landen. Dies ist auch in der Freilandhaltung nicht anders.

Die zumeist in riesigen Brutmaschinen geschlüpften Küken werden brutal nach Geschlecht sortiert (das so genannte Sexen), denn nur weibliche Hühner legen Eier. Die männlichen Küken (die Hälfte aller geschlüpften) werden in riesigen Massen vergast, erstickt oder zerstampft, da sie für die Eierproduktion „wertlos“ sind. Bei jeder kommerziellen Hühnerhaltung – egal ob Batterie-, Boden- oder Freilandhaltung - werden Hühner nur anhand ihrer Legeleistung bemessen, sobald diese nachlässt, werden sie geschlachtet.

Ob Pelz oder Leder – Tierhaut ist untragbar

Dass mit Pelzprodukten unermessliches Leid verknüpft ist, ist inzwischen einem Großteil der Gesellschaft bekannt. Bilder riesiger Nerz- und Fuchsfarmen im In- und Ausland; Bilder von „Pelztieren“, die in ihren engen Verliesen aus Verzweiflung ihre Artgenossen auffressen, oder Bilder von in Fallen verendeten Tieren in freier Natur haben bereits soviel Bewusstsein geschaffen, dass ca. 70 % der in Deutschland lebenden Menschen Pelz ablehnen. Diese Tatsache darf jedoch nicht davon ablenken, dass es noch ein weiter und steiniger Weg ist, bis das Thema Pelz wirklich der Vergangenheit angehören wird.

Die fast vergessene Tierhaut ist jedoch die weniger behaarte bis unbehaarte. Das Argument, dass Leder ein Abfallprodukt der Fleischindustrie sei, ist weder richtig noch tolerabel. Die Häute der Tiere machen etwa 55-60 % der Rindernebenprodukte aus, ein wichtiger wirtschaftlicher Nebenzweig der Schlachthöfe. Schuhe, Jacken und sonstige Lederprodukte werden vor allem aus der Haut von Kühen und Kälbern angefertigt, aber auch die Haut von Pferden, Schafen, Lämmer, Ziegen und Schweinen wird in bares Geld umgemünzt. Neben der Tierhaut aus deutschen Schlachthöfen werden Rindslederprodukte vor allem aus Indien importiert.

Sich mit Tierfellen- und Häuten zu kleiden bedeutet, das System, das Tiere zur Ware deklassiert, zu unterstützen und die Tötungsmaschinerie in Gang zu halten.

Wolle, Seide, Daunen, Honig

Das Haarkleid der Schafe ist von Natur aus so eingerichtet, dass es sie vor extremen Temperaturen, Kälte wie Hitze, schützen soll. Menschen jedoch manipulierten durch Zuchtmethoden das Wachstum der Haare so weit, dass ein größtmöglicher Wollertrag errungen wird. Schafe werden bei der Schur brutal zu Boden geworfen und in Akkordzeit „abgemäht“, Verletzungen sind an der Tagesordnung. Der nun nackte Körper ist den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert, bis die Wolle nachgewachsen ist. Dann beginnt der Leidensprozess von vorn, bis der Tod im Schlachthof wartet.

„Seide“ ist eigentlich die Faser, die Seidenraupen weben, um Kokons daraus zu machen. Um die Seide für den Menschen zu gewinnen, kochen die Seidenlieferanten die Raupen bei lebendigem Leib in ihrem Kokon.

Daunenfedern, die für Decken, Kissen oder Winterjacken genutzt werden, werden weißen Gänsen bei lebendigem Leibe mehrmals in ihrem kurzen Leben ausgerupft. Die völlig traumatisierten Tiere sind nach dem Rupfen ihren daraus resultierenden Verletzungen und dem fehlenden Wärmeschutz hilflos ausgesetzt, bis die Federn nachgewachsen sind. Nach 4-5maligem Rupfmartyrium landen sie im Schlachthof.

Auch die Honigproduktion erfolgt immer mehr in Massenbetrieben. Um einen Pfund Honig zu gewinnen, müssen die Bienen Pollen von 2 Millionen Blüten sammeln und mehr als 88.000 Kilometer fliegen. Der Honig wird von dem Imkern und Imkerinnen entnommen und durch eine billige Zuckerlösung ersetzt. Bei „Einmal“-Bienenstöcken werden diese vor dem Winter abgebrannt, die gesamte BienenstockbewohnerInnen umgebracht. Die Erreichung höchster Produktionsquoten ist für die Tiere mit erheblichen Leiden verbunden, brutale Maßnahmen wie das Ausreißen der Flügel bei der Bienenkönigin, künstliche Besamung oder Verschickung von einem zum anderen Standort per Post sind hierbei nur einige Beispiele.

Der Bioboom und die Konsolidierung des Tiermords

Durch wachsendes Umweltbewusstsein und die stärker gewordene Kritik am Elend der sog. Nutztiere wurden neue, „bessere“ Methoden der Land- und Nutztierhaltung entwickelt, die zu einer geringeren Belastung der Natur, zu einer „humaneren“ Tierhaltung und vor allem zu einer für den Menschen gesünderen Ernährung führen soll. Für die Tierhaltung bedeutet dies, dass einheitliche Mindestanforderungen erfüllt werden müssen, um die Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel auszeichnen zu können. Hier gelten bestimmte Kriterien wie z.B. biologisch angebaute Futtermittel ohne Zusatz von Pestiziden und Antibiotika und die Einhaltung eines Mindeststandards bei der Unterbringung der Tiere. Dass auch die größten Mindeststandards die Bedürfnisse der Tiere nicht befriedigen, dürfte klar sein. Sie werden auch auf „Ökohöfen“ eingesperrt, zwangsgeschwängert, ihrer Kinder und ihrer Muttermilch beraubt, schlachtreif gefüttert und schließlich umgebracht.

Durch die Einkehr von Biofleisch in die Bioläden sollen alle Zweifel und alle Schuldgefühle dem Tier gegenüber ausgeräumt werden. Man vermittelt dem Konsumenten/der Konsumentin, dass die Schuld an dem Tiermord dadurch abgegolten sei, weil die Tiere ein vermeintlich „glückliches und artgerechtes“ Leben führen konnten. Die grundsätzliche Schuld, dass Tiere überhaupt für den menschlichen Egoismus getötet werden, gerät ebenso in den Hintergrund wie die Tatsache, dass auch in der Biohaltung ein tiergerechtes Leben nicht möglich und auch nicht gewollt ist.


Tierversuchsfreie Kosmetik

Obwohl seit 1997 ein Verbot von Tierversuchen für Kosmetikendprodukte existiert, sind sämtliche Inhaltsstoffe der handelsüblichen Kosmetikwaren an Tieren getestet worden. Dabei werden beispielsweise Kaninchen und anderen Tieren die zu testenden Substanzen in die empfindsamen Augen oder auf die rasierte Haut geträufelt. Zudem sind in vielen Kosmetikprodukten Inhaltsstoffe vom lebenden oder toten Tier (z.B. Milch, Gelatine etc.). Produkte, deren Inhaltsstoffe seit 1976 nicht mehr speziell für die Kosmetik getestet wurden und die frei von tierlichen Bestandteilen sind, sind bei den verschiedenen Vegan-Versänden (s. Internet-Adressen) abrufbar.

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